Das Leiden der chaotischen Studenten...
Meine Gehirnwindungen verkrampfen sich immer mehr. Meine Wahrnehmung ist gestört, ich nehme meine Umgebung nicht mehr als Wirklichkeit wahr. Alles scheint in ein seltsames, grelles und doch blasses Licht gepackt, Entferntes ist nur noch mit speziellem Fokus darauf erkennbar. Zeit? Gibt es nicht! Und wenn, dann ist zu wenig davon da.
Essen, …achja…, so etwas gibt es ja auch noch. Aber dafür müsste ich einkaufen gehen und das wiederum erfordert zumindest eine Dusche und das anziehen von „echtem“ Gewand. Wieder Zeit, die ich nicht habe. Zigaretten bereits im Vorrat gekauft, führt zum Nachteil, nicht zwangsweise raus zu müssen. Die Zeit steht nicht still, das erkenne ich am Blick aus dem Fenster. Red Bull schmeckt nicht mehr, bereits zu viel davon Konsumiert. Hat es mir denn jemals geschmeckt? Keine Ahnung! Noch ein Kaffee? Ich weiß nicht, ich zittere schon und meine Hände sind kalt.
Buchstaben verschwimmen vor meinen Augen, das Blatt Papier nimmt mein gesamtes Sichtfeld ein und hüllt alles in Schwarz und Weiß. Handy läutet, ach wie schön. Abwechslung! Vielleicht ein bisschen Musik und dazu tanzen? Schlechtes Gewissen macht sich breit, weil wieder Zeit draufgeht. Zeit, die ich nicht habe.
Die Wohnung versinkt im Chaos. Bügelwäsche staut sich an und versperrt mir den Weg genauso wie das aufeinandergestapelte Geschirr in meiner Küche. Keine Teller mehr, dann wird halt ohne gegessen. Brösel auf dem Boden, egal. Die Katzenhaare sammeln sie schon in ihre Knäuel auf. Und falls nicht, kümmert sich meine Staubsaugerkatze darum. Gäste? Diese Woche nicht, ich habe gerade mal genug Platz für mich in einem Berg voller Blätter, Texte und Skripten. Aber ich fühle mich sozial Isoliert und nachdem ich mich dieser Situation nicht wirklich freiwillig aussetzte, fehlen mir meine Mitmenschen umso mehr. Ich sollte mal wieder einen draufmachen gehen, so richtig. Diese Woche, geht nicht. Selber Schuld du Chaotin!
Vielleicht eine halbe Stunde Sport machen, um den Kopf frei zu bekommen? Kostet schon wieder Zeit. Das einzige, wofür ich meine Zeit gerne „opfere“ ist schlafen. Jedoch auch nur in einem bedingten Ausmaß. Vielleicht lockert das schreiben dieser Zeilen meine momentane Verfassung etwas auf?! Was ich mache?
Ich habe mir 4 Prüfungen in einer Woche auf der Uni eingebrockt und mal wieder nicht rechtzeitig zu lernen angefangen! Und jedes Mal mache ich den gleichen Fehler…wieder und wieder...
Write a Comment
Write an Article Response
Comments & Answers
8 Comments
Damien Klinnert [◘ 41]
No Occupation given
Nicole S. [◘ 41]
No Occupation given
Fabian M. [◘ 36]
Student
Lisa Maria Biber [◘ 635]
Bildungswissenschaftlerin, angehende Medien- & Sexualpädagogin, Autorin & freie Redakteurin
Onatcer [◘ 1013]
student, amateur photographer, blogger
Lisa Maria Biber [◘ 635]
Bildungswissenschaftlerin, angehende Medien- & Sexualpädagogin, Autorin & freie Redakteurin
Onatcer [◘ 1013]
student, amateur photographer, blogger
Lisa Maria Biber [◘ 635]
Bildungswissenschaftlerin, angehende Medien- & Sexualpädagogin, Autorin & freie Redakteurin