Falsche Fotografen!
Inspiriert von einem Artikel auf orf.at möchte ich in diesem Artikel das Thema der Pressefotografen oder Fotojournalisten, wie sie auf orf.at genannt werden, aufgreifen. Ich selbst fotografiere ja auch wie z.B. bei der letzten AntiACTA-Demo in Wien, als Blogger. Gott sei Dank habe ich die Möglichkeit meine Bilder unter Creative Commons Lizenzen zur Verfügung zu stellen. Ich muss ja auch kein Geld mit den Fotos verdienen um über die Runden zu kommen. Pressefotografen haben hier größere Probleme. Sie müssen Fotos abliefern die von der Presse gekauft werden. Und für Geld macht der Mensch ja bekanntlich fast alles.
So leidet der Informations- sowie der Wahrheitsgehalt leider unter dieser Tatsache. Wie man aus dem Artikel auf orf.at entnehmen kann, gibt es ja auch einen Fotografen der das Werk der Kollegen protokolliert und somit zeigt wie eigentlich getrikst wird. Ruben Salvadori zeigt aber nicht etwa wie die Bilder im Nachhinein manipuliert werden, sondern wie schon bei der Aufnahme des Bildes Vieles nicht mit rechten Dingen zugeht. So stürzen sich viele Pressefotografen nämlich nicht mitten ins Geschehen, sondern nehmen mit ruhigeren Gegenden die schon verwüstet sind, Vorlieb. Szenen werden nachgestellt und die Winkel der Aufnahme so gewählt, dass es möglichst spektakulär aussieht. Natürlich hat das Bild aber dann nichts mehr mit den eigentlichen Geschehnissen im Land zu tun. Dieses Verhalten ist in meinen Augen sehr fraglich.
Als Journalist sollte ich mir der Verantwortung bewusst sein. Egal in welcher Weise ich den Content liefere, ob textlich oder grafisch. Wenn man die Bevölkerung schon fast belügt, würde ich dies als grob moralisch falsch bezeichnen. Aber gut ich muss ja nicht damit leben können. Ich bin ja in diesem Fall Konsument, bzw. der Durchschnittsösterreicher ist Konsument der großen Medien. Wenn die „ÖSTERREICH“ etwa bei einem Giftgasvorfall in Wien von „Szenen wie im Krieg“ berichtet, glauben das die meisten Menschen. Wenn die „HEUTE“ (Um eine andere Zeitung ins Spiel zu bringen) über einen angeblichen Krieg berichten würde, ist es genau das gleiche. Die Menschen lassen sich Großteils viel zu leicht beeinflussen. Natürlich auch ich wie jeder von uns, lässt sich beeinflussen, aber man sollte doch versuchen sich seine eigene Meinung zu bilden und sich nicht jene der Medien aufzuzwingen zu lassen. Auf der anderen Seite sind natürlich die Medien die, nicht nur in dieser Situation, ihre Verantwortung, Möglichkeiten und ihren Einfluss unterschätzen.
Mir geht die ganze Geschichte schon ziemlich nahe, weil ich für ehrliche und moralisch korrekte Berichterstattung bin. Dass es in diesem Fall Fotografen sind, die in meinen Augen vollkommen falsch handeln, macht das ganze nur noch schlimmer. Pressefotografen sollen die Wahrheit abbilden und nicht irgendwelchen Unfug in die Welt setzen. Man wird ja auch nicht mehr ernst genommen, wenn andauernd Fotos gefaked werden. In welcher absolut kranken Welt müssen wir leben, wenn Journalisten, die die Aufgabe haben uns Fakten und Wahrheiten zu präsentieren, belügen und betrügen. Und das für Geld und nur wegen Geld.
References: http://orf.at/stories/2084773/2084763/, Bild: http://www.flickr.com/photos/42573345@N08/4473173646
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Martin Glogger [◘ 43]
Ingenieur und Unternehmer
Onatcer [◘ 1013]
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