Der große Google-Struggle UND Wie Google zur besten MP3 Suchmaschine wird
Google schränkt die Suchbarkeit von Torrentseiten immer mehr ein - Zum Schutz gegen Copyright-Verletzungen, wie diese meinen. Dabei ist Google selbst der größte Web-Pirat von allen. Hier zeige ich euch wie.
- Digital Google
- 2 months ago
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- http://ngrap.es/pBJL
Seit heute vervollständigt das Autocomplete von Google nicht mehr Suchen nach “thepiratebay,” “the pirate bay,” “isohunt,” “torrentreactor,” “btjunkie,” “kickasstorrents,” “sumotorrent,” “btmon,” “extratorrent” und einigen anderen "anstößigen" Begriffen aus der Torrent-Szene.
Torrents sind im Allgemeinen ein Filetyp zum gemeinschaftlichen Downloaden von Files. Füge ich beispielsweise ein Torrent mit dem Namen "MySong.torrent" meinem Torrent-Programm hinzu werde ich über verschiedene Kanäle direkt mit Usern verbunden, die ebenfalls dieses Torrent besitzen und lade dieses in verschiedenen Teilen von den Usern runter. Während ich das File von dem Usernetzwerk runterlade, laden gleichzeitig weitere User die bereits von mir runtergeladenen Teile bei mir runter.
So entsteht ein einzigartiges System zum Bereitstellen großer Dateien für eine große Userschaft.
Aber seien wir ehrlich: In erster Linie wird das System zum illegalen Runterladen von Filmen, Musikalben und Programmen verwendet.
Außerdem funktionieren heutige Filesharing Lösungen wie Dropbox etc. deutlich besser und haben dem angestaubten Torrentsystem im legalen Sektor bereits großteils den Rang abgelaufen.
Dass Google vor den großen Internet-Riesen buckelt ist logisch, häufen sich doch in letzter Zeit die Auseinandersetzungen rund um Copyrightfragen die der Konzern derzeit so überhaupt nicht brauchen kann.
Derzeitige Krisenfelder sind auch:
- Der Versuch, illegale Handlungen direkt beim Provider zu unterbinden - "Kill-Switch": Artikel von FlipFlop auf Newsgrape und Techcrunch Artikel
- Vorwürfe, Google würde Terrorismus über Blogs fordern - "Terror-Button": derStandard Artikel
- Googles derzeit laufender Firmenumbau vom Geek-Unternehmen zum ernsten Business - "Einstampfung zahlreicher Services und weg vom kostenfreien Modell" - Spiegel Artikel
Doch Google hat bei seinen Zensurbemühungen eine Sache vergessen. Wenn es wirklich ernst zu nehmende Copyright-Verstöße unterbinden will, muss es sich selbst abschaffen.
Die Umfangreiche Suchmaschine bietet nämlich zahlreiche Schlupflöcher, um sich selbst die besten Inhalte zu holen.
Zum Beispiel kann man mit der folgenden Suchabfrage alle offenen Mp3 Verzeichnisse der Welt durchsuchen:
als erstes schließen wir alle HTML-Seiten aus:
-inurl:htm -inurl:html
Das bedeutet "Keine Seiten mit der Endung Htm oder Html"
Dann fügen wir folgendes hinzu:
-inurl:htm -inurl:html intitle:”index of”
Das bedeutet "Im Seitentitel muss Index of vorkommen. Dieser Term kommt in allen Ordnern vor, die keine HTML Datei davor haben, also wie ein normales Schreibtischverzeichnis benutzt werden können.
Jetzt noch:
-inurl:htm -inurl:html intitle:”index of” mp3 “BANDNAME”
und die Suche ruft alle Verzeichnisse des Webs mit dem Term Mp3 im Ordnernamen und dem gesuchten Bandnamen auf.
-inurl:htm -inurl:html intitle:”index of” mp3 “Britney Spears”
liefert zum Beispiel alle Britney-Ordner des Internets. Besser kann man nicht nach Musik suchen.
Ist der Download illegal? Nicht dass ich wüsste...
last time modified: Nov. 25, 2011, 1:34 p.m.
Comments
PeterWWW
2 months ago · report · direct link · reply
Ähm, natürlich ist das illegal.. und auch unfair jedem Künstler gegenüber!
Gabor Guzmics
2 months ago · report · direct link · reply
Ohne wirklich das Downloaden zu befürworten (moralisch)....
Unfair jedem künstler gegenüber? ich glaub "jeder künstler" verdient sein brot durch die "ausübung" seiner kunst (und es ist nunmal so, dass kunst auch arbeit ist), es ist unfair der ehemaligen Verteilungsindustrie gegenüber, welche sich als Vermarktungsschnittstelle und Medienproduktionsstätte etabliert hat und plötzlich seit 10 Jahren Internet und digitaler Vervielfältigung ein unnotwendiger Mittelsmann ist und es bis heute nicht schafft, ein globalen und fairen Medienpool zu etablieren.
Wo ist die fairness, dass jemand daran verdient, bytes zu kopieren und mit dem ergatterten geld, künstler "aus ihren rechten zu kaufen"?
Kunst boomt, weil es heute so leicht ist, Einflüsse zu besorgen. Der Rest ist hadern mit dem Geld und kriminalisieren von Datenvervielfältigung, statt dem "Begreifen" dieses neuen Phänomens. Umdenken!
Und die Illegalität ist auch fraglich. Denn es ist das Verteilen, was illegal ist. AFAIK.
PeterWWW
2 months ago · report · direct link · reply
Die Umstände sind vielleicht nicht die Besten - da bin ich ganz bei Ihnen - aber sich einzureden, man wäre auf Seiten der Künstler ist Augenauswischerei!
technolizer
2 months ago · report · direct link · reply
Ich denke, dass diverse DDL Verzeichnisse um einiges praktischer sind als diese Suche. Nach Filmen oder Software kann man damit auch nicht suchen.
Und warum sollten diese Downloads denn nicht illegal sein - es handelt sich um den Download einer urheberrechtlich geschützten Datei. Ergo - Illegal.
De facto finde ich sogar Youtube mit Downloader-Browser-Plugin besser als die Google Suchmaschinen Funktion..
strahlemann
2 months ago · report · direct link · reply
Sind verschiedene Anwendungsbereiche - Ich verwende die Google-Suche z.B. schon seit ein paar Jahren und zwar dann, wenn ich nach ganzen Alben suche.
technolizer
2 months ago · report · direct link · reply
Gerade ganze Alben findet man doch in DDL Verzeichnissen sehr gut und einfach.
Durch die mp3 “BANDNAME” Suche wirst du ja vor allem einzelne .mp3's finden.
strahlemann
2 months ago · report · direct link · reply
Auf Grund der intitle:”index of” Term eben nicht. Ich empfehle den Selbsttest
flipflop
2 months ago · report · direct link · reply
Das Filtersystem für die Provider wurde gestern vom EuGH abgelehnt - hab gestern drüber geschrieben: www.newsgrape.com/a/eugh-keine…
canthandlemyawesome
2 months ago · report · direct link · reply
Okay, ich füg's hinzu!
no_hostages
2 months ago · report · direct link · reply
eigenwerbung, much?