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Die Suche nach den perfekten Brüsten

Tara - der neue Star bei Saturday Night Fever - braucht dringend "Porno-Töpfe". Perfektes Material für eine weitere ATV- Qualitätsproduktion.

Sie sind die unumstrittene Nummer Eins der seichten Dienstagabend-Unterhaltung. Wer Berieselung braucht, lachen möchte oder sich ob so viel zur Schau gestellten Dummheit einfach nur wie Einstein fühlen will – bei Molti, Spotzl, Eigi und Pichler ist der geneigte Zuseher gut aufgehoben. Der Sozialporno „Saturday Night Fever“ hat aus den vier Niederösterreichern zu österreichweiter Berühmtheit verholfen. Da es aber auf Dauer fad  wird, den immer gleichen Leuten beim Saufen zuzusehen, schaffte ATV für die fünfte Staffel einen neuen Stern am Dokusoap-Himmel. Die 18-jährige Tara beglückt seit kurzem mit Sagern wie „I möcht‘ scho richtige Porno-Töpf habn‘“ und erfreut das voyeuristische Zuseherherz ganz und gar.

Aufhänger der intellektuell anspruchsvollen und geschmackvoll inszenierten Sendung ist Taras Brust-OP. Die Vergrößerung ihrer „Babies“ nimmt Dr. Knabl vor, der – ebenso wie seine Patientin – vor Peinlichkeit nicht zurückzuschrecken zu scheint und immer wieder in diversen ATV-Produktionen auftritt. Taras Beziehung zum Schönheitschirurg ist durchaus vielschichtig und komplex und gibt dem Zuseher Rätsel auf. Eben genau so, wie es sich für eine zum Nachdenken anregende Qualitätssendung gehört. Denn einerseits ekelt es Tara vor Dr. Knabl, der sich ihrer Meinung nach am Anblick ihrer Brüste erfreut. „Ich mag das nicht wenn sich ältere Männer an mir aufgeilen“. Andererseits sie nach dem berührungslosen Beratungsgespräch enttäuscht und fragt sich, warum Knabl ihre Babies nicht angegriffen hat. Erlaubt hätte sie es ihm. Schließlich wäre so ein „Tschirurg“ als Freund nicht schlecht. Da verzeiht sie ihm doch glatt, dass Knabl bei der Brustuntersuchung den betreffenden Körperteil angeschaut hat, obwohl sie anfangs richtig empört war, dass der Arzt ihre Brüste „angestarrt“ hat.

Philosophie und Plastik

Auch für die Philosophen unter den Zusehern hat Tara Einiges zu bieten. Wie nennt man seine Babies am besten, nachdem einige Gramm Silikon eingearbeitet wurden? Eine schwere Frage, weil „Erwachsene klingt schwul“. Doch Tara hat immer eine Antwort parat. Daher wird sie ihre Brüste zukünftig „Plastik-Babies“ nennen. Wäre dieses Problem auch gelöst.

Die Inszenierung der fünften Staffel „Saturday Night Fever“ ist geschmackvoll, so wie man es von ATV gewohnt ist. Dazu gehören Detailaufnahmen von Taras Hinterteil und morgendlichen Erhebungen bei Molti und Co. Auch dass Taras Freundin Anni keine Unterwäsche tragt, wird in jeder nur erdenklichen Hinsicht breitgetreten. Das Senden von wenig überlegten Sagern betrunkener Jugendlichen runden das Qualitätsprogramm von ATV ab. Ein Muss für alle Freunde des guten Geschmacks.

last time modified: Nov. 17, 2011, 8:35 a.m.

Comments

Ray No

Ray No PR, Marketing, Text

2 months ago · report · direct link · reply

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Ihr geht das Thema völlig falsch an. Ihr müsst dem Mädchen einmal klipp und klar ins Gesicht sagen, dass Ihre Brüsten irgendwie...ja, wie soll ich sagen...echt nicht der Hit sind. Ja, sorry, echt.

Julian Steiner

Julian Steiner Newsgrape Team

17/11/2011 · report · direct link · reply

2+ [2]

Also ich muss mich hier outen - ich habe jede Folge SNF gesehen (bis auf die letzte, die ich mir heute aber sicher noch ansehen werde). Natürlich, wenn man nur über gutdurchdachte Pointen zu Politik und Philosophie lachen kann, dann ist man fern des Zielpublikums.
Sich über die Dummheit von Tara (die nicht neu ist sondern jetzt schon 3 ganze Staffeln mitspielt..) und MSP&E lustig zu machen ist etwa so wie Money Boy für seine Blödheit zu beschimpfen. So dumm wie sie tun sind sie allemal nicht - es hat schon einen Grund warum die im Fernsehen sind und gut verdienen und wir nicht. Neben Stolz und Selbstwert meine ich.
Ich genieße jede Folge, es ist, wie soll ich sagen,...ein Kabarett, mit einer leicht traurigen Note.

Machiste

Machiste

17/11/2011 · report · direct link · reply

1+ [1]

Ich bin zwar ein großer Fan von "Das Geschäft mit der Liebe", aber SNF schaff ich nicht länger als 10 Minuten. Tara tut mir fast ein bisschen leid, so dumm wie sie ist - armes Kind, hat nix ausser ihrem Körper, der in den nächsten Jahren verwelken wird.
Könnt man jetzt sagen es wäre eigentlich Aufgabe der Politik, Kindern den Zugang zu einer Bildung zu ermöglichen, sodass sie als junge Erwachsene nicht so komplett hilflos dastehen wie dieses arme Zwutschkerl.

Andrej Gill

Andrej Gill

17/11/2011 · report · direct link · reply

1+ [1]

Auch wenn ich "Das Geschäft mit der Liebe" nicht unbedingt anspruchsvoller finde, muss ich dir im großen und ganzen zustimmen. Sich selbst schon so früh auf seinen Körper zu reduzieren kann in späteren Jahren nur in schweren Depressionen enden!

flipflop

flipflop

17/11/2011 · report · direct link · reply

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Wer sagt, dass es ihr nicht "ermöglicht" wurde? Ihre Eltern sind nicht arm. Sie hätte Krebs heilen können, die Politik stand ihr nicht im Wege. Die Politik ist nicht dran schuld wenn die gegebenen Möglichkeiten trotzdem nicht wahrgenommen werden. Schuld daran dass sie Tara uns mit Porno-Töpfen statt mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verwöhnt ist einzig und allein sie selbst. Und das ist nichtmal was Schlechtes, wenn sie glücklich damit ist.

Julia Switak

Julia Switak BA Media Student

17/11/2011 · report · direct link · reply

1+ [1]

Ich habe erst vor zwei Wochen die erste Folge SNF gesehen und muss gestehen, von Tara, Molti und co absolut entsetzt worden zu sein. Die Werte, oder (Nicht-)Werte, die hier vermittelt werden, sind soweit jenseits von gut und böse, ich weiß gar nicht, wie ich das ausdrücken soll.

Nicht dass den Jugendlichen vermittelt wird, sie sollen hart arbeiten, etwas neues erschaffen, Projekte realisieren und sich weiterbilden um eines Tages vielleicht als wohlhabende und belehrte Pensionisten alt zu werden.

Nein, hier geht es nur um Alkohol, Party und die Größe der Titten. Eine Schande für ATV und die österreichische Fernsehzuschauer.

flipflop

flipflop

17/11/2011 · report · direct link · reply

0+ [0]

"Nicht dass den Jugendlichen vermittelt wird, sie sollen hart arbeiten, etwas neues erschaffen, Projekte realisieren und sich weiterbilden um eines Tages vielleicht als wohlhabende und belehrte Pensionisten alt zu werden."

Und sollte das etwa das höchste Ziel sein? Wohlhabend und gelehrt (nicht wissend, denn gelehrte Inhalte müssen nicht unbedingt die Wahrheit sein) sterben?
Das klingt für mich etwas zu sehr nach "in der Pension, da wird's dann endlich lustig".

Sind "Alkohol, Party und die Größe der Titten" nicht Themen, die einen jeden Jugendlichen irgendwie betreffen?
Wieso ist es dann eine Schande, dies zu thematisieren?

Julia Switak

Julia Switak BA Media Student

18/11/2011 · report · direct link · reply

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Also mal ehrlich, arbeiten, Projekte umsetzten und weiterbilden ist doch allemal wertvoller, wichtiger und, vor allem, erfüllender, als "Alkohol, Party und die Größe der Titten"!

Wie oben schon erwähnt wurde: "hat nix ausser ihrem Körper, der in den nächsten Jahren verwelken wird."

Und das ist traurig, und sonst nichts.