Eispalast in der Kattus Sektkellerei
Für eine Nacht verwandelte sich die Kattus Sektkellerei in ein Winter Wonderland. Critics war natürlich vor Ort.
- Lifestyle
- 31/01/2010
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Passend zur kältesten aller Jahreszeiten und den regelmäßigen Niederschlägen aus kristallisiertem Wasser, fand am vergangenen Freitag (29.1.2010) im Veranstaltungsort der eingefleischten Fortgeher der finanziellen Unbekümmertheit, welcher noch als der (oder das?) Hochriegel bekannt war und jetzt, nach Auflösung und Umbenennung, auf den Namen Kattus Sektkellerei hört, ein Event der Superlative, quasi DAS Event, das seinen Stempel dem Winter 2009/2010 aufdrücken sollte, mit lawinenartigem Karacho statt.
Schon Monate zuvor wurde die Veranstaltung den Leuten schmackhaft gemacht: Flyer wurden gedruckt, Plakate aufgehängt, auf dem Radiosender NRJ 104,2 war ein Werbespot zu hören und auf Facebook wurden gleich 3 Events erstellt, die jeweils hunderte von zugesagten Gästen hatten. Versprochen wurde einiges, dementsprechend waren die Erwartungen relativ hoch. Wie es dann wirklich war, erfährst du beim Weiterlesen.
Angekommen in der Billrothstraße 51, betrat man den ehemaligen Hof des K&K Sektlieferanten Johann Kattus. Ein bulliger Security wünschte uns einen schönen Abend und legte somit ein heutzutage leider rares Verhalten an den Tag. Als wir die gerade heraustorkelnden Gäste fragten, ob da drin die Party ordentlich abgehe, wurde die Frage mit einem lallenden „JOAA UA LEIWAND!!!!!" erwidert. Soweit so gut, Eintritt übrigens 15€, gingen wir weiter in Richtung Erdkern, während der Gärungs- und Kellergeruch unsere Nasen anstänkerte.
Das Event wurde in 2 Floors unterteilt. Sowohl der House- als auch der Electrofloor waren ausreichend dekoriert, so dass man die alte, modrige Wand des Sektkellers nicht sehen konnte. Denn man muss wissen, dass in so einem Sektkeller eine feuchte Luft herrscht, so dass sich aus den gewölbten Decken über Jahre hinweg schwarze Schimmelpilzkulturen gebildet haben, die die Partycrowd beim Feiern von oben beobachten. Es gab eine Winterlounge, die mit gemütlichen, weißen Sofas eingerichtet war, und eine normale Lounge, über der weiße und silberne Luftballons hingen. Leider fielen die schönen Dekorationselemente in den frühen Morgenstunden dem Übermut einiger postpubertärer Burschen zum Opfer.
Die Musik war - wie so oft - das stärkste Element des Abends. Fast ein dutzend DJ's sorgten für harte Beats, die die Masse bewegten. Während im Housefloor die Stimmung am Kochen war, herrschte im Electrofloor tote Hose. Ein Umstand, der sich, angesichts der florierenden Electroszene in angesagten Wiener Clubs, meiner Meinung nach bald ändern wird.
Um das Event zusammenzufassen: Außergewöhnliche Location, gute Idee für ein Event, schöne Dekoration, die aber als jede Menge Dreck endete, gute Stimmung, hohe Preise und ein leerer Electrofloor.
last time modified: July 15, 2011, 6:35 a.m.

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