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Kritik: Harry Potter and the Deathly Hallows II

Ein episches Meisterwerk bildet den würdigen Abschluss der Harry-Potter-Saga.

Trailer

"Harry Potter... The boy who lived... has come... to die. Avada Kedavra!". Plötzlich schießt ein giftgrüner, tödlicher Strahl aus dem Zauberstab des Oberbösewichts Lord Voldemort und trifft den strahlenden Helden Harry Potter. Die Leinwand verdunkelt sich. Gespenstische Stille. Das Ende? Nein, nur der Auftakt zu einem Grande Finale auf Leben und Tod zwischen Voldemort und dem schillernden Helden Potter, die Conclusio einer Saga, die mehr als ein Jahrzehnt Jung und Alt gleichermaßen gefesselt hatte.

Letzter Film vier Jahre nach Ende der Bücher
Vierzehn Jahre ist her, als der erste Teil der Harry-Potter-Saga, "The Philosopher's Stone", aus der Feder von der damaligen Sozialhilfeempfängerin und jetzigen Erfolgsautorin J.K.Rowling erschien und für Furore sorgte. Im Jahre 2001 wurde der erste Teil unter der Regie von Chris Columbus verfilmt, es folgten weitere Bücher und die dazugehörigen Filme. Während bei den Büchern der letzte Teil, "Harry Potter and the Deathly Hallows", bereits im Juli 2007 auf den Markt kam, endete die Serie erst vier Jahre später auf der Leinwand mit dem Film "Harry Potter and the Deathly Hallows II". Und man stellt fest: das Warten hat sich ausgezahlt.

Ein Mega-Hype war um die letzte Verfilmung im Vorfeld geschürt worden, die die Krönung der Harry-Potter-Reihe werden sollte. Und tatsächlich hat Regisseur David Yates, der bereits drei Teile in Szene gesetzt hatte, und sein Ensemble die Erwartungen der Zuschauer und der Filmkritiker erfüllt. Zwar gibt es ein paar Aspekte bei "Harry Potter and the Deathly Hallows II" zu bemängeln, doch überwiegen die positiven Seiten bei weitem.

Streifen nur für Fans
Kenner der Bücher sollte die Geschichte bekannt sein, denn der Film folgt weitgehend dem eingeschlagenen Pfad der Handlung, künstlerische Freiheiten halten sich in Grenze. Hier liegt aber auch ein Problem dieses Streifens: wer weder Bücher noch die Filme bisher gesehen hat, wird sich in der Geschichte kaum zurechtfinden und daher wenig Freude mit diesem Film haben. So bleibt "Harry Potter and the Deathly Hallows II" nur ein Fall für jene, die von Anfang an die Ereignisse um den Zauberschüler verfolgt haben.

Im Film kommt es in der Zauberwelt zur finalen Schlacht zwischen Gut und Böse, mit Harry Potter (Daniel Radcliffe) und Lord Voldemort (Ralph Fiennes) als Hauptfiguren auf dem Schachbrett. Harry Potter muss, um Voldemort  zu bezwingen, alle Horcruxes (Voldemorts Seelenteile) zerstören sowie die drei "Deathly Hallows" finden, um den dunklen Lord endgültig zu besiegen. Ihm zur Seite stehen wie in allen bisherigen Teilen seine Freunde Hermione Granger (Emma Watson) und Ron Weasley (Rupert Grint) sowie seine treuen Gefährten und Mitstreiter der Zauberschule Hogwarts, während Voldemorts Armee aus grausamen Death Eaters, furchterregenden Trollen (die ein wenig an "Lord of the Rings" erinnern) und anderen dunklen Kreaturen besteht.

Gekonnt eingesetzte Spezialeffekte
Regisseur David Yates hält sich in "Harry Potter and the Deathly Hallows II" nicht lange mit einer überladenen Einleitung auf, sondern lässt es gleich ordentlich krachen. Der Höhepunkt des Films ist neben der finalen Konfrontation zwischen Harry Potter und Lord Voldemort sicher die effektvoll in Szene gesetzte Schlacht um Hogwarts. Voldemorts Anhänger zerstören zunächst den gigantischen Schutzschild der Zauberschule, ehe seine Horden die Festung stürmen. Ihnen entgegen stellen sich nicht nur Lehrer und Schüler, sondern auch eine riesige Armee von Steinstatuen, die der chinesischen Terrakotta-Armee verblüffend ähnlich sehen. Zuseher bekommen eine epische (wenn auch äußerst blutige) Auseinandersetzung zu sehen, in der die Spezialeffekte sehr gekonnt eingesetzt wurden.

Handlung als Stärke
Doch auch die dichte Geschichte weiß neben der Action in "Harry Potter and the Deathly Hallows II" zu überzeugen. Besonders die Offenbarung der wahren Intentionen von Potters Erzfeind Severus Snape (Alan Rickman) berührt, auch  Neville Longbottoms (Matthew Lewis) Aufstieg vom früheren Tollpatsch zum Helden ist gelungen. Des Weiteren fügen sich einige Nebenaspekte der Handlung wie der Wandel von Potters Widersacher Draco Malfoy (Tom Felton) gut in die Handlung ein, lediglich das künstliche Auftauchen aller Figuren des Harry-Potters-Universum zum Abschluss wirkt etwas künstlich - als bestes Beispiel fungiert hier die "Resurrection Stone"-Szene. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Altstars brillieren
Für brilliante und weniger brilliante Momente sorgen auch die schauspielerischen Leistungen in "Harry Potter and the Deathly Hallows II". Während Radcliffe als Potter, Watson als Hermione und Grint als Ron nur bedingt überzeugen können (besonders Radcliffe wirkt in seiner Rolle etwas unbeholfen), stechen andere Akteure aus dem Ensemble heraus. Ralph Fiennes etwa brilliert als ebenso böser wie zerbrechlicher Lord Voldemort, der von Selbstzweifeln zerfressen ist. Auch Alan Rickman glänzt als Potters zunächst fieser Erzfeind Severus Snape, der sich gegen Ende als emotional komplexer, tragischer Held entpuppt. Es sind also die alteingesessenen Schauspieler, die im Streifen für Furore sorgen.

Fazit: "Harry Potter and the Deathly Hallows II" ist das erhoffte epische Meisterwerk geworden und bildet den würdigen Abschluss der Saga um den Zauberlehrling. Kleinere Schwächen in der Geschichte und bei den Schauspielern können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Regisseur Yates ein opulenter Blockbuster gelungen ist, der Harry-Potter-Fans einen geglückten filmischen Abschieds von der Serie bringt. Dass der Streifen den Einspielrekord von "Batman - The Dark Knight" locker übertroffen hat (168 Millionen $ am ersten Wochenende), überrascht dann auch nicht.

Eine Filmkritik von schwarzweiss
Copyright Foto: Worthing Theaters

last time modified: July 18, 2011, 6:53 p.m.

Comments

Julian Steiner

Julian Steiner Student, Sanitäter, Ex-Newsgrape Team

17/08/2011 · report · direct link · reply

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Ich fand den Film überzogen und schlecht.
Voldemort und Harry haben einen Ring/Faustkampf? Das ist ja dumm.
Eine Armee von Todessern, die alle den UNBLOCKBAREN TODESZAUBER einsetzen könnten greift eine Schule an deren Einwohner sich vor allem mit "Stupor!" wehren - ich finde das stupid. Dafür kann der Film natürlich nichts - der Todeszauber ist einfach ein riesiger Makel an der ganzen Geschichte.
Stirbt Hagrid nicht im Buch? Ich hatte das iwie im Kopf.
Oft fand ich den Film dann wieder zu mühsam, wir haben uns teilweise richtig böse gelangweilt.
Und die Filmszene in der Harry in einem komplett weißen Bahnhof zwischen den Welten sitzt - na wer denkt jetzt nicht an Matrix? ^^

Nebenbei habe ich mir folgende Frage gestellt: Nagini (oder wie die Schlange heißt) ist ein Horkrux und kann im Film nur mit Basiliskengift oder einer ähnlichen Macht zerstört werden. Harry ist ein Horkrux - ergo: Harry ist unverwundbar und war de facto nur in Teil 2 überhaupt in Gefahr? Oder hab ich was übersehen? Wie genau das in den Büchern war weiß ich leider nicht mehr, vielleicht erklärt es sich dort - und vielleicht erklärt ihr es jetzt mir? :D

Ich würde in den ersten Absatz einer Filmkritik übrigens nicht gleich die einzigen "guten" Szenen spoilern (in dem Fall ist es aber wohl egal, da die Geschichte eh jeder kennt).

Tob

Tob

21/07/2011 · report · direct link · reply

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Ich finde besonders krass wie brutal dieser Film teilweise ist! Auch wenn Harry Potter mal als Kinderbuch / Film angefangen hat - der letzte Teil sollte eigentlich ab 18 sein und ist ganz sicher nichts für kleine Kinder ^^

KHG

KHG

19/07/2011 · report · direct link · reply

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Also mein Fazit lautet: grober Hollywood Stuss ohne Handlung. Die Effekte sind OK, lassen aber teilweise auch zu wünschen übrig. Alles in allem: Zeitverschwendung (es sein denn, man lebt im Potter Universum)