Verbot der Arbeit
Die Frage, wie man mit fanatischen Arbeitenden umgehen sollte, wurde zum Problem. Eine kleine Gruppe von militantem Charakter, die an der Arbeit festhielten, wurde damit zu einer immer größeren Gefahr vor allem für die junge Generation. In der Phase der Ablösung vom Elternhaus und des Selbständigwerdens waren sie sehr anfällig für die Droge Arbeit, was Dealer, die Arbeit vermittelten, weidlich ausnützten und viele Jugendliche in die Arme dieser Arbeitsfundamentalisten trieb.
Schließlich blieb nichts anderes übrig, als jegliche Form der Arbeit gesetzlich zu verbieten und bei Übertretung schwere Strafen zu verhängen. Nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen, solche Gesetzesübertretungen mit Zwangsarbeitslosigkeit in geschlossenen Freizeitanstalten zu ahnden, setzte sich in einer groß angelegten Justizreform eine menschlichere, und vor allem wirksamere Bestrafung durch.
Wer bei irgendeiner Form der Arbeit erwischt wurde, erhielt als Strafe in einem Schnellgericht den zehnfachen (hochgerechneten) Jahresgehalt, den diese Arbeit eingebracht hätte, ausbezahlt. Da auf dem Schwarzen Arbeitsmarkt ohnehin horrende Summen bezahlt wurden, war diese Art der Bestrafung gleichbedeutend mit einer aufgedrängten Abfindung von astronomischer Höhe. Jede weitere Arbeit zum Gelderwerb erübrigte sich damit.
Foto: RH
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4 Comments
Robert Harsieber [◘ 762]
Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger
flipflop [◘ 185]
No Occupation given
Robert Harsieber [◘ 762]
Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger
Daniel Schumann [◘ 624]
Creator ex Nyhilo