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Title Image Of Nichts ist so alt wie die Qualitätszeitung von heute!

Nichts ist so alt wie die Qualitätszeitung von heute!

Unter den Redakteuren, den Schreibern, den fleißigen Tippern, da ist es längst kein Geheimnis mehr. Wer schreiben will, muss on – the – line bleiben. Die Linie weder überschreiten, noch dem Wandel des Journalismus im Wege stehen. Online gehen, sozusagen.

Ein Blog errichten oder mit viel Glück bzw. einer handvoll Beziehungen für die Online Ausgabe einer Tageszeitung schreiben, denn der traditionelle Printjournalismus befindet sich am Sterbebett und wird in naher Zukunft mit anderen Aufgaben wiedergeboren werden.

In der Publizistik nennt sich das Riepl’sches Gesetz. Kein Medium ist zwar in der Lage ein anderes vollkommen auszulöschen, jedoch soweit aus seinem Tätigkeitsbereich zu verdrängen, dass es sich neue Funktionen aneignen muss. So wird auch die Printredaktion des Standard oder der Presse im Battle gegen ihre Online – Redaktionen, spätestens wenn die gegenwärtige Arbeiterschicht der 40jährigen ihr Ende nimmt und an ihre Stelle das analphabetische Puls4 Publikum tritt, den Kürzeren ziehen. Die Familie am Frühstückstisch mit Sonntagszeitung gibt es lang nicht mehr. Wieso eine Qualitätszeitung kaufen, wenn mir mein Presse -  App  die gleichen Informationen gratis, schneller und in gekürzter Form geben kann? Wenn, dann nur aus Gewohnheit.

Sowie sich die Technik des 21. Jahrhunderts von ihren Vorgängern grundlegend unterscheidet, so verlangt sie auch nach einer modifizierten Gesellschaft die sich ihrem Rhythmus anpasst und Gesetze wie die von Riepl neu definiert.

Die Kronen Zeitung, sowie Gratiszeitung á la Österreich und Heute sind selbstverständlich nicht in diese Rechnung einzubeziehen. Sie berichten tendenziös, aber vor allem so kurz wie möglich. Die Nachrichtenlängen orientieren sich an U-Bahnfahrten, sowie die Meinung der Krone am Höchstbieter. Aber genau deswegen, weil ihre Tätigkeit, die Verschmelzung von Kommentar und Sachverhalt, im Grunde nicht Journalismus ist, werden sie überleben. Denn die New Generation hat keine Zeit für Interpretationen, eine eigene Meinung oder gar Kritik. Sie brauchen lediglich vorgefertigte Auslegungen mit deren Hilfe sie sich in ihrem Umfeld orientieren können, ohne dabei zu bedenken, dass sie stets in die Irre geführt werden.

last time modified: July 14, 2011, 1:25 p.m.

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