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OccupyWallstreet - Aufklärung und Zusammenfassung

Eine gewaltige Protestaktion breitet sich auf die ganze Welt aus - doch unsere Medien berichten kaum?

Heute habe ich einige meiner Freunde und Familienmitglieder gefragt, was sie von „OccupyWallstreet“ halten. Es war ein ernüchterndes Ergebnis – keiner wusste davon. Wie kann es sein, dass ein riesige Protestaktion in New York City nicht täglich in den Medien ist? Die Antwort ist einfach - die Medien haben Angst und stehen unter Druck. Denn die Aktion breitet sich auf die ganze westliche Welt aus.

Was ist OccupyWallstreet denn eigentlich?

OccupyWallstreet ist eine führerlose Widerstandsbewegung und eine gewaltfreie Protestaktion. Ins Leben gerufen wurde die Aktion durch die kanadische Konsumentenschutzorganisation Adbusters. Am 17. September begannen die ersten Proteste / Besetzungsversuche auf der New Yorker Wallstreet als geplantes Event. Männer und Frauen aus allen Alters- und Bildungsschichten machen mit. Auch ob Republikaner oder Demokrat ist irrelevant.

Die Protestanten haben ein Camp im Zuccoti Park, in der Nähe der Börse, ein Lager aufgeschlagen. Der Plan ist, dort auch den gesamten Winter auszuharren. Neben den üblichen Plakaten gibt es im Lager auch eine Küche und eine Büchersammlung.

Was will OccupyWallstreet?

Die Kritik der Bewegung richtet sich gegen den starken Einfluss der Finanzlobby auf die Politik und die daraus entstehende soziale Ungerechtigkeit in den USA. So werden beispielsweise die Banken-Notverkäufe von 2008 angeprangert. Es ist der Kampf der „unteren 99%“ gegen das obere 1%.

Wie hat sich OccupyWallstreet entwickelt?

Ursprünglich war die „Besetzung der Wall Street“ eine offiziell angekündigte Aktion am 17. September. Gerechnet wurde mit 20.000 – 90.000 Protestanten. Doch am ersten Tag kamen gerade mal an die tausend „Besetzer“ und die Aktion galt ein Flop. Doch die wenigen Protestanten zeigten Einsatz und blieben Tag und Nacht am Liberty Square. In den darauffolgenden Tagen schlossen sich immer mehr Menschen der Aktion an. Inzwischen ist OccupyWallstreet eine gewaltige Protestaktion.

 Für den 1. Oktober sieht der Terminplan so aus:

  • 12:00 Rally for a Nuclear-Free Future
  • 12:00 SlutWalk NYC
  • 13:00 General Assembly
  • 13:00 NJC: The Campaign to End the New Jim Crow
  • 15:00 We are the 99% Solidarity March
  • 19:00 General Assembly

Wie reagiert die Polizei?

Obwohl die Proteste allesamt friedlich abgelaufen sind gab es übertriebene Reaktionen der Polizei. So wurden etwa grundlos Protestanten eingefangen und mit Pfefferspray besprüht. Bisher gab es an die 100 Verhaftungen.

 

Was sagt der Bürgermeister?

Der Bürgermeister New Yorks, Michael Bloomberg antwortete in seiner wöchentlichen Radio-Sendung auf die Frage wie lange er die Proteste dulden würde: „Menschen haben das Recht zu demonstrieren“. Er will aber sicherstellen, dass andere Bürger nicht belästigt werden. Wie lange OccupyWallstreet also tatsächlich geduldet wird, ist unklar.

Wer unterstützt OccupyWallstreet?

Unterstützung bekommt OccupyWallstreet am stärksten von der, inzwischen weltweit bekannten, Hackerbewegung Anonymous. Außerdem haben schon einige Promis wie etwa Michael Moore oder Susan Sarandon das Occupy-Camp besucht um Solidarität zu zeigen.

Wie hat sich OccupyWallstreet ausgebreitet?

Aus OccupyWallstreet hat sich die „Mutterbewegung“ OccupyTogether entwickelt – inzwischen gibt es Occupy-Aktionen in zahlreichen US-Städten wie auch international.

Hier eine Liste der aktuellen internationalen Aktionen:

 

Wie kann ich OccupyWallstreet unterstützen?

Seid ihr nicht in der Nähe von einer der Aktionen, dann könnt ihr online Solidarität zeigen.

Folgt der Bewegung auf Facebook und Twitter.

Geht auf die entsprechenden Internetseiten (occupytogether.org und occupywallst.org) und informiert euch weiter.

Informiert eure Freunde und Bekannten darüber was dort vor sich geht – unsere Medien tun es nicht ausreichend. Teilt dafür Beiträge und Artikel zu dem Thema.

last time modified: Oct. 1, 2011, 5:52 p.m.

References

Comments

Julian Steiner

Julian Steiner Student, Sanitäter, Ex-Newsgrape Team

03/10/2011 · report · direct link · reply

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Dieses Wochenende wurden über 700 Protestanten festgenommen - komischerweise nach einer 4.6M $ "Spende" von der Wallstreet ans NYPD.
Danke für die vielen Leser und das viele Teilen auf Facebook & Twitter. Wenn die Medien uns Informationen vorenthalten, müssen wir uns selbst informieren.

Leo Fasbender

Leo Fasbender Newsgrape Co-Founder

01/10/2011 · report · direct link · reply

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Die Tatsache dass die etablierten Print- und Online Medien dem so wenig Beachtung schenken, spricht Bände!

Da gehen tausende Menschen - auf der ganzen Welt - auf die Straße, um gegen die ungerechte Politik zu demonstrieren, die, zu Gunsten einiger weniger, sprichwörtlich kollektive Enteignung betreibt, und die Medien, die Gatekeeper des globalen Informationsflusses, tun so, als sei nichts.

Es ist an der Zeit für einen diversifizierten Medienkonsum.

Stefan Münz

Stefan Münz

01/10/2011 · report · direct link · reply

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Danke für diese hoffnungsvolle Botschaft! Ich hatte auch noch nichts davon gehört vorher. Jetzt werde ich mich mal näher damit beschäftigen. Und jetzt verrat mir nur noch, wie du dieses dynamische Twitter-Dingens hier rein bekommen hast? :-)

Julian Steiner

Julian Steiner Student, Sanitäter, Ex-Newsgrape Team

01/10/2011 · report · direct link · reply

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