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  • Robert Harsieber [◘ 758]
  • 24/02/2012
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Matthias Beck: Europa ohne Christentum

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Viel Licht und viel Schatten, doch bei aller Kritik – es basiert in Europa nahezu alles auf dem Christentum.

„Was wäre Europa ohne Christentum?“, fragt der Arzt, Philosoph, Theologe und seit kurzem auch Priester Matthias Beck, Professor für Theologische Ethik in Wien. Und beantwortet die Frage gleich eingangs seines Vortrags:  „Ich weiß es nicht!“ Eigentlich könnte er damit auch gleich enden. Er tut es jedoch nicht.

Die Kirche hat so ihre Schattenseiten, die beschönigt er keineswegs, im Gegenteil. „Wir sind über das Mittelalter noch nicht so viel hinaus.“ Die Bibel ist unklar. Lange Zeit dachte die Kirche, sie müsse sie interpretieren und auslegen. Die Gläubigen hätten dann diese Glaubenssätze auswendig zu lernen. Bis dann das 2. Vatikanische Konzil festschrieb: Der Glaube ist etwas Existenzielles.

Luther hatte es leicht, die Kirche zu kritisieren. Sie war dekadent, die Priester waren schlecht ausgebildet usw. Eine Situation, die der heutigen nicht so unähnlich ist. Priester müssen keine Fortbildung machen, haben keine Zeit für eigene Lektüre, haben mit der Intelektuellen Entwicklung der Welt nicht mitgehalten. „Wir haben das Christentum nahezu bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt!“ Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und doch: Wo viel Licht ist, ist viel Schatten. Und das Licht überwiegt allemal. Das Christentum hat unsere Kultur bis ins kleinste Detail hinein geprägt. Selbst Atheisten leben in diesem Umfeld.

Eigentlich ist die Auseinandersetzung zwischen Naturwissenschaft und Theologie unsinnig, weil sie auf völlig verschiedenen Methoden beruhen. Der Naturwissenschaftler kann messen und experimentieren, der Theologe kann nur denken. Der Theologe stellt die Grundfragen des Menschen: Warum ist überhaupt etwas? (Leibniz). Der Naturwissenschaftler fragt, wie sich dann alles in der Welt entwickelt hat. Die Frage, warum überhaupt etwas da ist, kann er gar nicht stellen. So kann er zurückgehen bis zum Urknall, hat aber damit die Grenze der Naturwissenschaft erreicht. Der Theologe sagt an diesem Punkt: „Wo nichts ist, knallt auch nichts.“

Die Naturwissenschaft ändert sich ständig, die Grundfragen des Lebens sind immer dieselben.

Die Frage nach dem Urgrund

Zunächst war der Mensch allein in der Welt und hat versucht, alles Unerklärliche mit Götterbildern zu erklären. Dann kam der entscheidende Punkt in der Geschichte, als Gott selbst den Juden die Fragen beantwortete: Die Frage, ob es ihn gibt, und die Frage, „was für ein Typ“ er ist?

Im Alten Testament: „Ich bin da, Ich bin, der ich bin.“ Und im Neuen Testament, im Johannesevangelium: der Logos – das hat auch mit Logik zu tun. Beck: „Das Christentum ist keine Religion für Dumme, sondern für Intelligente.“ Menschen fragen immer nach dem Grund, und kommen folgerichtig auch zur Frage nach dem letzten Grund, dem Grund für das Ganze. Thomas von Aquin: „Diesen letzten Grund nennen alle Gott.“ Meister Eckehart spricht vom „Seelengrund“. Dieser Grund ist auch in uns, der Hl. Geist in uns, der nur herausgebildet werden muss.

Im Anfang (nicht am Anfang!) war der Logos. Beck: „Wir übersehen immer, dass wir ständig aus diesem Urgrund heraus leben.“ Ihm müssen wir alles zuschreiben, was „von selbst“ geht: Die Entwicklung eines Embryo geht von selbst, da können oder brauchen wir nichts dazu zu tun. Der Herzschlag geht von selbst, usw.

Als Endliche müssen wir uns immer auf andere beziehen. Das oder der Selbstverständliche ist Gott – der sich aus sich selbst versteht. Genau das meint die Dreifaltigkeit: Wir können Gott finden in der Schöpfung (Vater), in der menschlichen Begegnung („Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“) und in uns selbst (innere Stimme des Hl. Geistes). Beck: „Mehr müssen Sie über die Dreifaltigkeit nicht wissen.“

Leben in zwei Welten

Niemand hat Gott gesehen. Dann – als die Zeit reif dafür war – ist Gott Mensch geworden. Christus ist ganz Gott und ganz Mensch – „unvermischt und ungetrennt“. Letzteres ist eine Aussage, die nur in einer ganzheitlichen Sicht gedacht werden kann. Goethe hat es so ausgedrückt: „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.“ Das ist unsere „Theodramatik“ (Hans Urs v. Balthasar).

Als Mensch betet Jesus: „Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.“ Als Gott sagt er: „Nicht mein Wille geschehe, sondern der deine.“ Das Erfüllen des göttlichen Willens ist für den Menschen nicht Abhängigkeit, sondern damit kommt sein Leben erst zur Fülle, zur inneren Wahrheit. „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ „Zur Freiheit habe ich euch befreit.“ (Paulus).

Jesus zeigt, wie Leben geht. Jeder Mensch muss sich aus dem Gehorsam gegenüber den Eltern befreien – aber zum Gehorsam gegenüber Gott. Auch Jesus ist abgehauen, und als ihn seine verzweifelten Eltern im Tempel finden, sagt er: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“ Die Ablösung geht nicht von heute auf morgen, so geht Jesus dann auch wieder brav mit ihnen nach Hause. Aber der entscheidende Schritt ist getan.

Der Christ lebt in zwei Welten. Auch er muss diesen Überstieg schaffen. Das passiert in der Pubertät und als Hilfe gibt es die Firmung als Stärkung auf diesem Weg. Denn jetzt stehen zwei Entscheidungen an: Welchen Beruf ergreife ich? Wie finde ich einen Lebenspartner?

Den Überstieg schaffen

Würden sich die Jugendlichen jetzt mit geistlichen Übungen beschäftigen, mit sich selbst und den inneren Tiefen, dann würde mit 28 gelten: Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht trennen. „Wenn nicht, versprechen sie etwas, das sie nicht versprechen dürften und nicht halten können.“

Für Pubertierende ist alles doof. Sie respektieren nichts und rebellieren. Aber das ist, so Matthias Beck, nur Zeichen dafür, dass ihnen das Endliche nicht reicht.

Die Hochzeit zu Kanaan ist der zweite derartige Einschnitt. Die Mutter: „Du musst etwas tun!“ Jesus: „Frau, was habe ich mit dir zu schaffen?“ Beck weist darauf hin, dass im Alten Testament steht, du sollst Vater und Mutter ehren – nicht lieben. Letzteres birgt die Gefahr der Abhängigkeit. Jesus muss sich von der Mutter lösen und der Stimme Gottes folgen. Er blamiert sie aber nicht und wirkt das bekannte Wunder. Und das ist programmatisch. Jesus ist nicht gegen irdische Freuden, er liefert noch Wein nach, als die Gäste bereits leicht illuminiert sind.

Der Mensch steht in der Spannung zwischen menschlichem und göttlichem Willen. Die Abweichung nennen wir Sünde. Das hat nichts mit Schuld oder dem Übertreten von Gesetzen zu tun (die wir auch brauchen), sondern ist eine Beziehungsstörung. Beck: „Wir fangen gerade erst an zu verstehen, was Christentum sein könnte! Die Kirche muss aufbrechen in ein neues Zeitalter. Das Christentum ist eine Befreiungsreligion.“

Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung

Jedes Über-Ich (Eltern, Lehrer, Kirche) ist Fremdbestimmung von außen. Ein Teil der Kirchenkrise ist laut Beck darauf zurückzuführen, dass sie äußere Autorität an die Stelle der inneren Autorität, des Geistes, der Unterscheidung der Geister, gestellt hat. Selbstwahrnehmung ist gefragt. „Gefordert sind mündige, nicht abhängige Christen.“ Das habe mit der 68-er Revolution begonnen, mit der Einsicht, dass Fremdbestimmung auf Dauer nicht bestehen kann. „Christentum ist Befreiung aus falschen Abhängigkeiten.“

Freiheit ist allerdings das Gegenteil von Beliebigkeit, vor der die Kirche so viel Angst hat. Augustinus war der erste, der den freien Willen bedacht hat. Später sagt dann Hegel: Der Mensch fragt über die Welt hinaus. Wenn ich die Welt als endlich erkenne, stehe ich schon im absoluten Raum. Der Mensch als Geistwesen fragt nach dem Absoluten.

Dieses ist entweder ein Es oder ein Du. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht. Wäre es eine blinde Schicksalsmacht, so Augustinus, dann ist der Mensch vollkommen gesteuert. Woher kommt dann das Böse? Gibt es nur Schicksalsmächte, dann kann ich nichts dafür, dann kann ich kein Kind loben und keinen Verbrecher bestrafen.

Nun ist aber der Mensch (zum Teil wenigstens – bis auf bestimmte Grenzen der Psyche und der Umwelt) frei. Er hat einen freien Willen. Die Idee der Freiheit kommt eindeutig aus dem Christentum. Gott ist die Liebe, Liebe braucht ein Du. Würde er die Menschen brauchen, wäre Gott nicht frei. Daher die Dreifaltigkeit, Gott ist in sich schon Beziehung und braucht nichts und niemand. Er braucht die Welt nicht, sondern schafft sie, weil er es will. Einfach so. Er führt die Juden aus der Gefangenschaft in Ägypten. „Zur Freiheit habe ich euch befreit“ (Paulus).

Die Kirche sollte von der Größe des Menschen sprechen, so Beck. Nicht von Sexualmoral und Kondomen. „Der Mensch soll zu einem Gott ähnlichen Wesen werden, aber nicht aus Egozentrik, sondern von Gott her.“

Bildung und Kunst

Das europäische Bildungssystem geht zurück auf Benedikt von Nursia. Die europäische Musik begann im gregorianischen Choral, der Grundlage für jegliche Musikgeschichte. Die Spannung zwischen dem Allgemeinen und dem Einzelnen führte zum mehrstimmigen Choral.

Kunstgeschichte ist ohne Theologie gar nicht möglich. Dante, Goethes Faust, Mozart, mindestens bis ins 19. Jahrhundert hinein.

Der Glaube sucht den Intellekt, stellte Anselm von Canterbury fest. Der Glaube schreit sogar nach dem Intellekt, steigert Matthias Beck. Intellekt kommt aber von „intus legere“, drinnen lesen, das Meta der Physik. Wie auch Interesse „dazwischen sein“ bedeutet. Zwischen den Zeilen lesen können. Leider wurden die Menschen lange Zeit vom Bibellesen ferngehalten.

Die Universitäten – das Universum aus verschiedenen Richtungen betrachten – sind aus dem Christentum heraus entstanden. Lange vor der Neuzeit und Sigmund Freud hat Ignatius von Loyola von der „Seelenlehre“ gesprochen. Heute sind die Physiker die religiösesten, so Beck, weil sie erkannt haben, wie kompliziert die Welt ist.

Die Strukturen brechen auseinander

Thomas von Aquin dachte – Christentum und griechische Philosophie verbindend – die Leib-Seele-Einheit. Das fällt in der Neuzeit auseinander. Vorweggenommen wird die Ungewissheit und der Versuch der Selbstvergewisserung schon von Augustinus: Selbst wenn alles Täuschung wäre, bin ich es, der getäuscht wird und dessen ich mir sicher bin.

Als die Strukturen auseinanderbrechen, versucht René Descartes wieder einen archimedischen Punkt zu retten: cogito ergo sum. Wenn ich an allem zweifeln kann, dann nicht daran, dass ich es bin, der zweifelt oder denkt. Er unterscheidet zwischen res extensa und res cogitans, Materie und Geist. Damit fallen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft auseinander, die einen messen mit ihren Instrumenten, die anderen haben nur das Denken.

Das Programm der Aufklärung fasst Kant zusammen: Befreie dich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Die meisten der großen Philosophen dieser Zeit kommen aus dem protestantischen Bereich. Für Kierkegaard wird die Existenz wichtig. Heute ist es die Vereinzelung, die zum Problem, aber auch zur Chance wird. Jeder hat seine einmalige Berufung, nicht nur als Mitglied der Gemeinde. Der Einzelne ist der Tempel Gottes.

Viel zu sagen

Viele meinen, die Kirche habe nichts mehr zu sagen. Das Christentum hätte mehr zu sagen als je zuvor, meint dagegen Matthias Beck. Die Psychologie ist als Tiefenpsychologie noch gar nicht so recht angekommen, das Christentum geht weit darüber hinaus. Die psychische Reifung können wir am Beispiel Jeus verfolgen.

Das Christentum ist, wie gesagt, eine Befreiungsreligion. Alle sind vor Gott gleich („Nicht Mann und Frau, nicht Herr und Sklave, …). Auch wenn der Staat diese Gleichheit in der Demokratie weiter entwickelt hat als die Kirche.

Die Würde des Menschen ist im Christentum angelegt. Das hat zu den Menschenrechten geführt, auch wenn diese – wie manche sagen – nicht mit, sondern gegen die Kirche etabliert wurden. Die Wurzel ist christlich.

Die Kirche hätte sehr viel zu den modernen Themen wie Embryonenforschung, Euthanasie usw. zu sagen. Prof. Beck sitzt auch in der Ethikkommission in Österreich und in Brüssel.

Das Christentum hätte viel zu sagen über die wirtschaftliche Situation. Zwar sollen die Talente vermehrt werden, das ist schon richtig, aber beliebiges Wachstum nennt man in der Medizin Krebs und in der Wirtschaft führt es zum Kollaps. Die Egozentrik müsste verlassen und es müsste auf die Schwachen und Armen geschaut werden.

Katholisch heißt „weltumspannend, universal“. Das war früher die Bezeichnung der Kirche ganz allgemein. Erst in der Reformation ist die römisch-katholische Kirche zu einer Konfession neben anderen geworden. Heute ist das Römisch-Katholische nur ein kleiner Teil des Katholischen, korrigiert Beck. Das wirklich Katholische müsste man wieder herausstreichen.

Dann käme man auch zu einer neuen Sicht von Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft. Es geht natürlich um die eine Welt (ungetrennt), aber die Methoden sind sehr verschieden (unvermischt) und dürfen nicht durcheinander gebracht werden. Gott zu beweisen, Gott verifizieren zu wollen, ist sinnlos.

Beck: „Ein religiöser Naturwissenschaftler wird dieselben Methoden verwenden wie ein atheistischer, aber er wird andere Fragen stellen.“ Er wird z.B. beim Begriff „Information“ an Thomas von Aquin denken: Anima forma corporis. Die Seele formt die Materie.

Warum lässt Gott das zu?

Viele kapitulieren intellektuell an der Grausamkeit der Welt. Die Frage ist aber nicht, warum Gott das zulässt, sondern warum wir unsere Freiheit so falsch nutzen? Wäre der Mensch nicht frei, wäre er eine Marionette. So aber kann er weglaufen – und er tut es auch ausgiebig.

Theologisch gibt es ein malum physicum, das wir nicht restlos erklären können, wie etwa Naturkatastrophen, und ein malum morale, das der Mensch selbst zu verantworten hat.

Europa ohne Christentum?

Schattenseiten, ja, die hat es gegeben und gibt es. Das Christentum hat aber unsere Kultur bis ins kleinste Detail hinein geprägt. Dem können auch Atheisten nicht entfliehen, sind doch auch sie in diesem Umfeld aufgewachsen. Alles was wir an Errungenschaften aufzählen können, geht auf das Christentum zurück, von dem Europa sozusagen „durchtränkt“ ist.

Und heute?

Luther hatte in einer dekadenten Zeit auch der Kirche leichtes Spiel. Leider ist die Gegenwart ähnlich. Es gibt großartige Priester, das soll nicht verschwiegen werden, aber es gibt auch jede Menge schlecht ausgebildete Priester, „die keine Autorität haben, keine Frau, die sie liebt, und keine Kinder, die sie kritisieren“. Die für alle anderen Berufe selbstverständliche Fortbildung gibt es nicht.

Statt von der Größe des Menschen wird zu viel über die Sünde geredet. Und da wiederum nur von den leiblichen Sünden, von denen schon Thomas von Aquin gesagt hat, dass sie die harmloseren sind, die geistigen liegen viel tiefer. Und Arroganz ist eine der größten Sünden.

Die Kirche hat mit der intellektuellen Entwicklung der Welt nicht mitgehalten. Den Dominikanern war noch aufgetragen, drei Stunden täglich zu lesen.

Betont werden sollte, dass das Christentum keine Sonntagsreligion ist, sondern eine Alltagsreligion. Das Leben üben (das meinte Askese ursprünglich) wäre der Weg. Die Frage der Apostel „Wie sollen wir beten? ist auch heute noch die Frage. Was denken Jugendliche? wäre eine wichtige Frage. „Wir sollten zu den Leuten gehen, notfalls über das Fernsehen, wenn sie nicht mehr in die Kirche kommen.“

Die Motivation hat sich heute gewandelt. Die Jugendlichen kommen nicht mehr, weil die Eltern gekommen sind (wie in Zeiten der Volksreligion), sondern aus Eigenem. Beck hatte in der Erstkommunionvorbereitung mit atheistischen Eltern zu tun und fragte sie, warum sie dann die Kinder zu ihm schicken. Die Antwort: „Weil die Kinder es wollen!“ Offenbar hatten sie (ausnahmsweise) einen guten Religionslehrer. Kinder fragen. Kinder interessieren sich. Daran sieht man, was möglich wäre.

Was derzeit ansteht, ist ein Paradigmenwechsel. Es wäre heute die Stunde der Theologie, so Beck, Theologie hätte so viel zu sagen – „wenn wir eine offene Theologie hätten“.

Quelle: Vortrag: „Was wäre Europa ohne Christentum?“, DDr. Matthias Beck, Prof. für Theologische Ethik, Wien.

 

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Robert Harsieber
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Robert Harsieber [◘ 758]

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Nebenerwerbsverleger (RHVerlag), Mitarbeit an verschiedenen Projekten.
Philosophische Praxis: Oft geht es darum, Menschen dabei zu helfen, ihr eigenes Weltbild zu erkunden.
Interesse: Welt- und Menschenbilder, insbesondere die Frage eines zeitgemäßen Welt- und Menschenbildes.

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  • 26/02/2012
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Gerd Salvadori

Gerd Salvadori [◘ 47]

JA

Zu Jesus: Jesus hat sich selbst nie als "Gott" bezeichnet, auch nicht als "...ein Gott", sondern sich selbst als "Gottes Sohn" bezeichnet, der den Willen des Vaters tut, da "...SEIN Wille geschehe." Dies impliziert eine von Gott (Vater) getrennte, autarke Persönlichkeit mit eigener Entscheidungsfähigkeit. Und zur Kirche: Christentum JA. Aber die Kirche (vor allem die katholische) als Repräsentant des Christentums, bzw. Jesus´ zu betrachten, ist geradezu infam. Selbst wenn die Kirche heute Einsichten postuliert, genügt dies nicht. Es ist fast so, als wollte die NSDAP meine Gefolgschaft mit dem Argument, die Vergangenheit überwunden zu haben...all das samt brauner Uniform und Hakenkreuz...und ich wage zu behaupten, dass das damalige 1000jährige Reich (auch das eine biblische Anlehnung) eine Horde Chorknaben waren, im Vergleich mit der Jahrhunderte währenden Terrorherrschaft der Kirche. Selbst die hervorragend vermarktete kirchliche Mildtätigkeit und das soziale Engagement ist bestenfalls ein schales Bemühen, wieder gut zu machen, was sie selbst verursacht und zerstört hat. Die in der Vergangenheit geraubten und angehäuften Reichtümer bleiben selbstverständlich im klerikalen Besitz, da die Finanzierung dieser Marketing Projekte durch die öffentliche Hand, bzw. Kirchensteuer, Spenden und diverse Machenschaften des eigenständigen Staates Vatikan bestritten werden. Zur Aussage: (Zitat) "...Der Mensch als Geistwesen fragt nach dem Absoluten..dies ist entweder ein Es oder ein Du...Mehr Möglichkeiten gibt es nicht..." Es gibt noch ein "ICH". Ich bin Gott. Wir sind Gott! "Kunstgeschichte ist ohne Theologie nicht möglich...". Auch das kann ich so nicht stehen lassen. Dass der Klerus die Kunst gefördert (im Sinne von finanziert) hat, ist wohl richtig. Der Anspruch dahinter war jedoch wohl eher die Verherrlichung des jeweiligen kirchlichen Machthabers als Denkmal, so wie auch sog. weltliche Machthaber sich durch Architektur, Musik, Malerei...etc. unsterblich zu machen gedachten. Die Kirche war lange Zeit Alleininhaber von Bildung (im moralrechtlichen Sinn, denn Abweichler wurden gnadenlos gejagt und vernichtet), da nur Privilegierte, (solche, die der Last des täglichen Überlebens enthoben waren...) die Muße hatten, sich mit Kunst zu beschäftigen. Dieses wirtschaftliche Privileg wurde dem einfachen Volk durch schmutzige Psychotricks (Ablass...) abgepresst. Viele große Denker und Kreative mussten um ihr Leben fürchten, bzw. hatten es verloren, wenn sie über die kirchlichen Dogmen hinaus gedacht hatten. Große Geister (Mozart...etc.), die ihre Religiosität in ihren Werken ausgedrückt haben, werden meines Erachtens zu Unrecht in die Nähe der kirchlichen Lehre gerückt, da diese einfach Kinder ihrer Epoche waren und nicht einmal eine gedankliche Alternative zur herrschenden Theologie hatten, und wenn, war das mindestens lebensgefährlich, sicher aber wirtschaftlich und sozial ruinös. Wer weiß, wo wir heute wären, hätte der Klerus uns nicht Jahrhunderte gebremst. Viele wissenschaftliche Errungenschaften sind darüber hinaus nicht christlich. Die islamische Kultur war der christlichen teilweise wissenschaftlich und sozial weit voraus und lebte der sog. zivilisierten Welt eine multikulturelle Gesellschaft vor, bis zu der Zeit, als die katholische Kirche unter der Fahne Gottes den sozialen europäischen Ausschuss zur Ausrottung der Ungläubigen nach Jerusalem geschickt hatte. Somit ist tatsächlich der islamische Fundamentalismus ein Spross des kirchlichen Machtanspruches. Letzlich: Ja, die Würde des Menschen ist (unter anderem) in der christlichen Lehre angelegt. Nicht aber im ChristenTUM und nicht in der kirchlichen Lehre. Es fällt mir tatsächlich keine Institution ein, die die Würde des Menschen mehr mit Füßen getreten hat, als die katholische Kirche, deren Macht-Basis die Unwürde (Schuld...) ist. Ich möchte allerdings klar machen, dass ich aus meinem eigenen Bekanntenkreis und aus eigener Erfahrung von Leuten weiß, die die Kirche als Plattform für eine echte gelebte Menschenliebe nutzen. Dies allerdings ist die Entscheidung Einzelner und - "bei Gott..." - nicht repräsentativ für die Institution.
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  • 27/02/2012
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Robert Harsieber

Robert Harsieber [◘ 758]

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger

Natürlich kann man über solche Behauptungen, die ja Tradition haben, diskutieren – aber nach dem immerhin ehrlichen Versuch, beide Seiten zu sehen und nicht eine auszublenden, um endlich einmal einen realistischeren Standpunkt zu suchen, ist das ein Rückfall in die Einseitigkeit.
  • 01/03/2012
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Gerd Salvadori

Gerd Salvadori [◘ 47]

JA

Bei allem Respekt für Ihre gut gemeinten Ausführungen...was ist an meinen "Behauptungen..." unrealistisch? Glauben Sie tatsächlich, dass Jesus, der besitzlose Wanderprediger, mit dem kirchlichen Macht- und Pracht-Apparat auch nur das Geringste zu tun hat? Ich behaupte, dass jeglicher IS..MUS, der Tod der Idee ist, da die zugrundeliegende Intention immer von wenigen, selbsternannten Führern vereinnahmt wurde/wird, in Gesetzte gefügt, versteinert und für Macht- und Geldinteressen missbraucht wurde. So wird aus einem liebevollen Erleuchteten ein pervertierter Machtprotz voller Hass und Gewalt. Einen solchen Apparat kann man auch nicht mehr "...von innen verändern, bzw. heilen...", wie es offenbar einige Idealisten glauben. Dieser ist zu fest gefügt in der Tradition. Natürlich macht auch der Kampf GEGEN...keinen Sinn, denn damit würden wir dem selben (Un)Geist zum Opfer fallen. Aber wir können diesem Wahnsinn den Rücken kehren, und uns unserer eigenen Spiritualität bewusst werden...Sollte diese meine Einsicht durch einseitige Betrachtung der Historie zustande gekommen sein, so bin ich dankbar für Ihre Erhellung...
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  • 01/03/2012
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Robert Harsieber

Robert Harsieber [◘ 758]

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger

Sie unterscheiden zwischen Jesus und der Kirche, und das ist gut so. Die Kirche besteht aus Menschen und kann das Ideal, das witzigerweise vor allem ihre Kritiker fordern, nicht erfüllen. Andererseits kann man die historischen Verflechtungen zwischen Kirche und Staat nicht immer einseitig der Kirche in die Schuhe schieben, sie hat „bei Gott“ Macht missbraucht – genauso wurde sie aber von den jeweiligen Herrschern missbraucht, und das wird geflissentlich unterschlagen. Diese Verflechtungen kann man nicht aus heutiger Sicht beurteilen, sondern nur aus der Zeit heraus, in der das völlig selbstverständlich war. Dabei war diese Geschichte ziemlich wechselvoll: mal redete die Kirche mit, wer Kaiser, König oder sonst was „von Gottes Gnaden“ wurde, mal bestimmte der Kaiser, wer Papst wurde, von Bischöfen gar nicht zu reden – daher gab es im Vatikan bisweilen Bischöfe, die nicht einmal eine Messe lesen konnten. Papst Leo musste dem Hunnenkönig und den Vandalen persönlich entgegentreten, um Rom einigermaßen zu schützen, weil der Kaiser in Konstantinopel sich nicht um Rom kümmerte. Auch das eine Einmischung in Staatsangelegenheiten. War aber jeweils sogar relativ erfolgreich. Sogar die Sicht der Inquisition ist inzwischen korrigiert worden – will halt niemand hören – sie war zunächst einmal ein derartiger juristischer Fortschritt, dass die weltlichen Gerichte sie sofort übernahmen. Inquisition heißt ja Befragung, das war bis dahin nicht üblich, dass sich die Angeklagten verteidigen durften, sie mussten nicht einmal anwesend sein. Natürlich lief das Ganze dann fatal aus dem Ruder, trifft aber auch beide Seiten. Dass man es der Kirche mehr anlastet, ist auch klar, die Bischöfe haben aber sehr oft sogar versucht, das Ärgste zu verhindern. Vieles (nicht alles), was man so gerne der Kirche in die Schuhe schiebt, haben eher weltliche Gerichte zu verantworten, das „gemeine Volk“ hat oft nach einem Freispruch Lynchjustiz betrieben usw. Also alles in allem ein Bild der Zeit, nicht (nur) der Kirche. Aber solche Betrachtungen sind unbequem. Nur „Hass und Gewalt“ zu sehen, kann keine realistische Sicht sein, schließlich gab es auch einen Franz von Assisi und wie sie alle heißen, die mit Hass und Gewalt weniger zu tun haben; es gab Hospize, die Sorge um die Armen, aber auch Bildung und Wissenschaft, die zuallererst aus diesem Bereich kamen usw. Man muss schon viel verschweigen oder verdrängen, um nur Hass und Gewalt zu sehen.
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  • 01/03/2012
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Gerd Salvadori

Gerd Salvadori [◘ 47]

JA

Danke für Ihre ausführliche Reaktion. Prinzipiell kann ich Ihnen auch beipflichten, vor allem in Belangen der Wechselwirkung der politischen und klerikalen Machthaber, bzw. deren Verflechtung. Es stellt sich umso mehr die Frage, in wie weit dieser Zustand revidierbar ist. Und...um mich noch einmal klar zu positionieren: Wenn ich von der "Kirche" rede, dann ist die Institution/Firma gemeint, also die Führung und nicht einzelne Leuchten in der Finsternis. Und dann muß ich (mir) auch die Frage stellen, ob ich mit dieser Firma sein will oder mir die Mühe mache, die Quellen zu studieren um mich daran zu orientieren. Und diese Quelle(n) sind in diesem Falle ja - zumindest im ausreichenden Maße für die prinzipielle Orientierung - vorhanden.
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  • 01/03/2012
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Robert Harsieber

Robert Harsieber [◘ 758]

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger

Womit Sie natürlich recht haben. Danke jedenfalls für die ehrliche Diskussion! Manche Vorurteile - auch meine, was die Einseitigkeit betrifft - werden erst zurechtgerückt, wenn man aufeinander eingeht, miteinander redet, oder eben schreibt.
  • 25/02/2012
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machiste

machiste [◘ 728]

Blogger, Autor, Werbe- & PR-Texter, Schreibender aus Leidenschaft

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Sehr guter Artikel, hochinteressant zu lesen. Mit den Schlußfolgerungen hab ich zwar zum Teil arge Probleme, aber die Gedanken kann ich gut nachvollziehen. "Die Kirche" allerdings lehne ich persönlich aus mannigfaltigen Gründen ab, egal ob römkath., evang. oder orthodox - die Kirchen tragen die Hauptschuld daran, dass die "Befreiungsreligion" so komplett pervertiert wurde. Auch der Einfluss der Religion (jeder Religion, egal welcher) auf Staaten gehört rigoros unterbunden. Und dass die Kirchen was zu sagen hätten mag ja sein, solange jedoch der ex-Hitlerjunge durch AIDS-verwüstete Landstriche zieht und Verhütung als Sünde anprangert, solange wäre es mit Verlaub gesagt besser, einfach die Pappn zu halten. Zölibat? - epic fail, Homosexualität als Sünde? - come on! usw. Hinter diesem Text lese ich den Wunsch nach einer neuen Spiritualität unter den Menschen heraus - dem stimme ich voll zu, diese Spiritualität braucht die Menschheit so dringend wie einen Schluck Wasser; dass diese Spiritualität jedoch von "der Kirche" kommt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
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  • 26/02/2012
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Robert Harsieber

Robert Harsieber [◘ 758]

Philosoph, Wissenschaftsjournalist, Verleger

Matthias Beck sagt ja auch: „Wir haben das Christentum bis zur Unkenntlichkeit entstellt!“ Gemeint ist die Kirche. Sie ist damit auch selbst für das heutige Christentum- und Kirchenbild verantwortlich. Die Folge davon ist: Wir sind heute unfähig, das Christentum ohne diese Entstellung zu sehen. Selektives Sehen sozusagen, nicht nur allgemein, sondern auch von Wissenschaftlern. So haben Historiker erst in den letzten 3 Jahrzehnten offengelegt, dass sogar alles, was wir vorher z.B. über die Inquisition „gewusst“ haben, schlicht falsch ist. Das spricht die Kirche nicht frei, erlaubt aber auch nicht mehr, alles nur aus heutiger Sicht zu betrachten. Die Aufklärung hat sozusagen die andere Seite sichtbar gemacht, und das war notwendig. Sie hat aber auch neue Vorurteile geschaffen. Notwendig wäre es daher, jetzt beide Seiten sehen zu lernen. Aber bleiben wir beim Heute: Auch ich habe jahrzehntelang nichts von der Kirche wissen wollen, daher verstehe ich Ihren Kommentar vollkommen (und schätze auch die Ausgewogenheit!). Als ich dann die dunkelgraue Brille meiner eigenen Vorurteile abgelegt habe, konnte ich auch die andere Seite sehen, die ich vorher gar nicht sehen konnte, weil ich gar nicht hingeschaut habe. Seither kenne ich ganz großartige Menschen auch in der Kirche, einer davon ist eben Matthias Beck. Er ist imstande, beide Seiten zu sehen – das hat leider Seltenheitswert. Er hat die Kirche immer auch kritisiert, hat sich erst vor einem dreiviertel Jahr zum Priester weihen lassen, und kritisiert die Kirche noch immer heftig. Das mit der neuen Spiritualität ist vollkommen richtig. Und – jetzt lehne ich mich sehr weit aus dem Fenster – die kann nur aus der Tradition (wenn auch in neuer Sicht) kommen, ich meine aus einem Ganzen. Alle Versuche einer neuen Spiritualität müssen irgendwo anknüpfen, oder sie bleiben so oberflächlich wie die heutige Zeit eben ist. Sich überall das herauszusuchen, was einem in den Kram passt, ergibt leider kein vollständiges System. Es geht nicht, ohne sich zu ändern, und das ist unbequem. Daher hat die Flucht ins Asiatische – die ich auch mitgemacht habe – nicht viel gebracht. Allerdings – wenn man vieles kennt, bekommt man ein Gefühl dafür, worauf es ankommt. Und kann sich auch auf diesem Gebiet auf das Wesentliche konzentrieren. Einfach gesagt geht es überall darum, vom Ego, vom Egoismus (einschließlich Vorurteilen) und vom Materialismus loszukommen. Weil das die Beschränkungen sind, die uns lähmen. Über das Ziel kann man dann diskutieren.
...
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Glenn Beck to Media Outlets Sitting on Damning Benghazi Emails: Release Them or Be Exposed

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Beck: God ‘guided’ Romney to lose final debate

    • The Raw Story
    • 24/10/2012
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Conservative talk show host Glenn Beck says that Republican presidential nominee Mitt Romney lost the final debate because he was “being guided” by God to be “less contentious” and agree with…

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Beck Explores: Who’s Really Waging the War on Women? (Hint: It’s Not Republicans)
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Beck Explores: Who’s Really Waging the War on Women? (Hint: It’s Not Republicans)

    • The Blaze
    • 26/09/2012
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Beck Explores: Who’s Really Waging the War on Women? (Hint: It’s Not Republicans)

“they know the war on women is a bogus distraction from real issues that matter.”

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Beck Discusses the Choice America Faces Moving Forward in Special Election Edition of the Glenn Beck Program
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Beck Discusses the Choice America Faces Moving Forward in Special Election Edition of the Glenn Beck Program

    • The Blaze
    • 05/11/2012
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Beck Discusses the Choice America Faces Moving Forward in Special Election Edition of the Glenn Beck Program

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Glenn Beck Delivers Rousing Speech in Swing State of Ohio Days Before Election: ‘We Are Going to Wake Up to a New America’
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Glenn Beck Delivers Rousing Speech in Swing State of Ohio Days Before Election: ‘We Are Going to Wake Up to a New America’

    • The Blaze
    • 03/11/2012
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Glenn Beck Delivers Rousing Speech in Swing State of Ohio Days Before Election: ‘We Are Going to Wake Up to a New America’

“This is the group that is about to change the world…and you are going to do it on Tuesday.”

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Beck Speaks to 143,000 Catholics About Voting & Politics During Tele-Townhall: ‘God Will Not Hold Us Guiltless’

    • The Blaze
    • 26/09/2012
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“You weren’t born at this time for no reason.”

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Glenn Beck Sees Romney Landslide: “Another Chik-fil-A Style Moment” (Video)
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Glenn Beck Sees Romney Landslide: “Another Chik-fil-A Style Moment” (Video)

    • The Gateway Pundit
    • 05/11/2012
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Glenn Beck Sees Romney Landslide: “Another Chik-fil-A Style Moment” (Video)

Glenn Beck weighed in on the election today and predicted a Romney landslide. “There’s about ten of us who do not believe this is going to be a close call… I keep getting reassured. I keep feeling we…

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Glenn Beck Explains the Cause of Skyrocketing Gas Prices
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Glenn Beck Explains the Cause of Skyrocketing Gas Prices

    • The Blaze
    • 10/10/2012
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Glenn Beck Explains the Cause of Skyrocketing Gas Prices

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