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Traumjob ohne eigene Connections?

Die YPD-Challenge, ein jährlicher Bewerb für Schüler und Studenten, macht's möglich!

Samstag Abend war es wieder soweit, zum zweiten Mal fand das Finale der YPD-Challenge statt. Wieder mit Aufgaben, die die Teilnehmer an ihre Grenzen brachten, großem Medienrummel, Promiaufgebot á la Niki Lauda und einer Siegesfeier im Palais Kinsky, die sich sehen lassen konnte.

Die Idee
Die Abkürzung YPD steht für Young - Powerful - Dynamic. Die YPD-Challenge ist ein bundesweiter Wettbewerb, der sowohl Schülern, als neuerdings auch Studenten zu ihrem Traumpraktikum verhelfen soll und zwar ganz ohne Vetternwirtschaft und ohne besondere berufliche Erfahrung. Auch dieses Jahr gab es wieder einen beeindruckenden Pool an Jobs, an die man ohne gute Verbindungen niemals kommen würde. Je besser man sich während des ganzen Bewerbs geschlagen hat, desto früher darf man aus diesem auswählen. „Dieses Jahr hat sich mit der Zertifizierung und der Zulassung von Studenten natürlich einiges geändert. Aber die Idee ist die gleiche geblieben", so der Veranstalter und ACTS-Eigentümer Hannes Jagerhofer.
In die Entscheidung miteinbezogen wurden auch die psychischen und sozialen Kompetenzen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Zusammenarbeit mit der Donau Universität Krems und der Sigmund Freud Universität ausgewertet wurden.


Die Jobs

Eine beachtliche Liste an Jobs, die von Österreichs führenden Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden, konnte auch dieses Jahr wieder beeindrucken. Neben Brocken, wie die Verkaufsleitung bei Peek & Cloppenburg begleiten, in der Ö3 Redaktion mit Robert Kratky zusammenarbeiten oder die Kriminaltechniker der „CSI Vienna" tatkräftig unterstützen zu dürfen, sind dieses Jahr auch ein paar ganz besondere Leckerbissen dabei: So kann man mit checkfelix.com ein Monat nach Australien fliegen um Naturschutz zu betriben, oder etwa mit McDonalds als Fußball Eskorte Trainee zur WM in Südafrika fahren.

Der Wettbewerb
Wie im letzten Jahr, begann die Challenge mit einem mehrtägigen Online-Bewerb. Insgesamt acht mal mussten die Teams, die sich im Vorfeld zusammengeschlossen hatten, antreten, sich über einen virtuellen Campus bewegen und Aufgaben so schnell und genau wie möglich lösen, um möglichst viele Punkte zu ergattern.
Der zweite Teil bestand dieses Jahr aus einem Landesfinale, in dem die Teams getrennt wurden und jeder einzeln und für sich eine Zertifizierung und ein Ticket für das Bundesfinale gewinnen konnte.
Dieses wurde in Wien ausgetragen und hielt wieder jede Menge knifflige Herausforderungen parat. Neue Teams wurden zusammengewürfelt, in denen es schließlich galt, mit Teamwork zum Ziel zu kommen. Ein Teil der Mannschaft blieb jeweils an einem bereitgestellten Arbeitsplatz, um zu koordinieren und eigene Aufgaben zu bewältigen, wie etwa ein „Red Bull Mini Airrace". Der andere Teil erhielt Hinweise und zog los, um am im Rätsel beschriebenen Punkt eine weitere Aufgabe zu erhalten. So musste man zum Beispiel ein „Patenkind von Bundy Bundy" finden, das in Wahrheit ein gesponserter Rosenbusch im Volksgarten war, mit einer Kassette, auf der sich eine Botschaft befand, im ersten Bezirk einen Kassettenspieler auftreiben um diese abspielen zu können, in einer eigens angemieteten Straßenbahn um den Ring einen Würfel bis zur nächsten Station zusammensetzen, und vieles mehr. Falls eine Aufgabe nicht gelöst werden konnte, stand ein Joker zur Verfügung.
Über eines war man sich jedoch einig: Die Challenge des Vorjahres war doch spektakulärer und größer, immerhin dauerte 2009 das Finale vier Tage und wurde sogar in München auf neutralem Boden beendet, was aber natürlich die Veranstalter Unsummen gekostet hat, die dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung standen. Nichts desto trotz bereut niemand seine Teilnahme. „Es war feucht-fröhlich, wir sind alle nass geworden, aber es war lustig. Wir würden jederzeit wieder teilnehmen", meint das Team um Thomas Janisch, Sascha Grimm und Sonja Schneeberger.

Die Gewinner

Bei der Siegesfeier wurden schließlich die Top 3 der Schüler, der Studenten und das beste Team geehrt. Die beiden großen Gewinner: Der Wiener Schüler Stefan Kreuzhuber und der Student Lukas Übelacker. Ein roter Faden zog sich durch die Top-Platzierungen: Alle drei Studenten kamen von der Wirtschaftsuniversität, und jene Schüler, die auch letztes Jahr bereits vorne mitgespielt hatten, landeten diesmal auf den vordersten Plätzen.
Anders als im Vorjahr mussten die beiden Sieger sich jedoch innerhalb weniger Minuten für ihren Traumjob entscheiden. Stefan Kreuzhuber entschied sich blitzschnell für das Fly Niki Praktikum, in dem Niki Lauda auf Schritt und tritt begleiten darf, Lukas Übelacker für den Job als Red Bull-Marketeer. „Ich hätte allerdings gerne mehr Zeit gehabt, um darüber nachzudenken", so der von seinem Sieg noch überraschte 19-jährige Niederösterreicher.

 

Ohne Zweifel war die YPD-Challenge auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Und als Studentin, die die in Österreich nach wie vor stark vorherrschende Freunderlwirtschaft oft genug am eigenen Leibe erfahren durfte, bin ich ein großer Fan dieser Idee. Ich kann daher allen gewitzten Schülern und Studenten da draußen nur raten: Mitmachen und euch selbst ein tolles Praktikum verschaffen! Ich jedenfalls bin nächstes Jahr ganz sicher mit von der Partie.


Gwen

last time modified: July 14, 2011, 12:05 a.m.

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