Traumjob ohne eigene Connections?
Die YPD-Challenge, ein jährlicher Bewerb für Schüler und Studenten, macht's möglich!
- Politics & World Affairs
- 12/04/2010
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Samstag Abend war es wieder soweit, zum zweiten Mal fand das Finale der YPD-Challenge statt. Wieder mit Aufgaben, die die Teilnehmer an ihre Grenzen brachten, großem Medienrummel, Promiaufgebot á la Niki Lauda und einer Siegesfeier im Palais Kinsky, die sich sehen lassen konnte.
Die Idee
Die Abkürzung YPD steht für Young - Powerful - Dynamic. Die YPD-Challenge
ist ein bundesweiter Wettbewerb, der sowohl Schülern, als neuerdings auch Studenten zu ihrem Traumpraktikum verhelfen soll und zwar
ganz ohne Vetternwirtschaft und ohne besondere berufliche Erfahrung.
Auch dieses Jahr gab es wieder einen beeindruckenden Pool an Jobs, an die man ohne gute Verbindungen niemals kommen würde. Je besser man
sich während des ganzen Bewerbs geschlagen hat, desto früher darf
man aus diesem auswählen. „Dieses Jahr hat sich mit der
Zertifizierung und der Zulassung von Studenten natürlich einiges
geändert. Aber die Idee ist die gleiche geblieben", so der
Veranstalter und ACTS-Eigentümer Hannes Jagerhofer.
In die
Entscheidung miteinbezogen wurden auch die psychischen und sozialen
Kompetenzen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in
Zusammenarbeit mit der Donau Universität Krems und der Sigmund Freud
Universität ausgewertet wurden.
Die Jobs
Eine
beachtliche Liste an Jobs, die von Österreichs führenden
Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden, konnte auch dieses Jahr
wieder beeindrucken. Neben Brocken, wie die Verkaufsleitung bei Peek &
Cloppenburg begleiten, in der Ö3 Redaktion mit Robert Kratky
zusammenarbeiten oder die Kriminaltechniker der „CSI Vienna"
tatkräftig unterstützen zu dürfen, sind dieses Jahr auch ein paar
ganz besondere Leckerbissen dabei: So kann man mit checkfelix.com ein
Monat nach Australien fliegen um Naturschutz zu betriben, oder etwa
mit McDonalds als Fußball Eskorte Trainee zur WM in Südafrika
fahren.
Der Wettbewerb
Wie im letzten Jahr,
begann die Challenge mit einem mehrtägigen Online-Bewerb. Insgesamt
acht mal mussten die Teams, die sich im Vorfeld zusammengeschlossen
hatten, antreten, sich über einen virtuellen Campus bewegen und
Aufgaben so schnell und genau wie möglich lösen, um möglichst
viele Punkte zu ergattern.
Der zweite Teil bestand dieses Jahr
aus einem Landesfinale, in dem die Teams getrennt wurden und jeder
einzeln und für sich eine Zertifizierung und ein Ticket für das Bundesfinale
gewinnen konnte.
Dieses wurde in Wien ausgetragen und hielt wieder jede Menge knifflige Herausforderungen parat. Neue Teams
wurden zusammengewürfelt, in denen es schließlich galt, mit
Teamwork zum Ziel zu kommen. Ein Teil der Mannschaft blieb jeweils an
einem bereitgestellten Arbeitsplatz, um zu koordinieren und eigene
Aufgaben zu bewältigen, wie etwa ein „Red Bull Mini Airrace".
Der andere Teil erhielt Hinweise und zog los, um am im Rätsel
beschriebenen Punkt eine weitere Aufgabe zu erhalten. So musste man
zum Beispiel ein „Patenkind von Bundy Bundy" finden, das
in Wahrheit ein gesponserter Rosenbusch im Volksgarten war, mit einer
Kassette, auf der sich eine Botschaft befand, im ersten Bezirk einen
Kassettenspieler auftreiben um diese abspielen zu können, in einer
eigens angemieteten Straßenbahn um den Ring einen Würfel bis zur
nächsten Station zusammensetzen, und vieles mehr. Falls eine Aufgabe
nicht gelöst werden konnte, stand ein Joker zur Verfügung.
Über
eines war man sich jedoch einig: Die Challenge des Vorjahres war doch
spektakulärer und größer, immerhin dauerte 2009 das Finale vier
Tage und wurde sogar in München auf neutralem Boden beendet, was
aber natürlich die Veranstalter Unsummen gekostet hat, die dieses
Jahr nicht mehr zur Verfügung standen. Nichts desto trotz bereut
niemand seine Teilnahme. „Es war feucht-fröhlich, wir sind alle
nass geworden, aber es war lustig. Wir würden jederzeit wieder
teilnehmen", meint das Team um Thomas Janisch, Sascha Grimm und
Sonja Schneeberger.
Die Gewinner
Bei der
Siegesfeier wurden schließlich die Top 3 der Schüler, der Studenten
und das beste Team geehrt. Die beiden großen Gewinner: Der Wiener
Schüler Stefan Kreuzhuber und der Student Lukas Übelacker. Ein
roter Faden zog sich durch die Top-Platzierungen: Alle drei Studenten
kamen von der Wirtschaftsuniversität, und jene Schüler, die auch
letztes Jahr bereits vorne mitgespielt hatten, landeten diesmal auf
den vordersten Plätzen.
Anders als im Vorjahr mussten die beiden
Sieger sich jedoch innerhalb weniger Minuten für ihren Traumjob
entscheiden. Stefan Kreuzhuber entschied sich blitzschnell für das
Fly Niki Praktikum, in dem Niki Lauda auf Schritt und tritt
begleiten darf, Lukas Übelacker für den Job als Red
Bull-Marketeer. „Ich hätte allerdings gerne mehr Zeit gehabt,
um darüber nachzudenken", so der von seinem Sieg noch überraschte
19-jährige Niederösterreicher.
Ohne Zweifel war die YPD-Challenge auch
dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Und als Studentin, die die in
Österreich nach wie vor stark vorherrschende Freunderlwirtschaft oft
genug am eigenen Leibe erfahren durfte, bin ich ein großer Fan
dieser Idee. Ich kann daher allen gewitzten Schülern und Studenten
da draußen nur raten: Mitmachen und euch selbst ein tolles Praktikum
verschaffen! Ich jedenfalls bin nächstes Jahr ganz sicher mit von
der Partie.
Gwen
last time modified: July 14, 2011, 12:05 a.m.

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