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Umweltbewusstsein im Generationswandel: Wir wissen, dass wir verschwenden, und ihr?

Der bedeutendste Fortschritt unserer Generation: Wir sind uns des Schadens bewusst, den wir anrichten. Was ist mit euch, ihr, die ihr uns hier her getrieben habt?

Ich bin ein junger Mann aus gutem Hause: in Wien aufgewachsen, bin aufs Gymnasium, später auf die Uni, war in drei dutzend Ländern, mindestens. Bin politisch interessiert, sozial engagiert, fleißig und gebildet.

Ich weiß aber auch, das ich das eigentlich nur dem Glück verdanke, Sohn meiner Eltern zu sein. Ich weiß, dass 20% aller Menschen 80% aller Rohstoffe verbrauchen. Ich weiß auch, dass weltweit 99 von 100 Altersgenossen schlechter dran sind als ich. 

In meiner Generation sieht man das alles sehr deutlich. Und nicht weniger nüchtern. Wir sind uns im klaren, dass es nicht ewig so weiter geht. Wir alle, meine gesamte Generation, machen uns da eigentlich nichts vor. 

Innerhalb von nur zwei Generationen - also dem Leben unserer Eltern und Großeltern - haben Menschen den Planeten Erde nachhaltiger verändert, als die gesamte Menschheit in über 200.000 Jahren zuvor. 

Wir sehen das pragmatisch. Wissen schließlich, dass unsere Gesellschaft sonst nun einmal nicht so weit gekommen wäre. 

"So weit?"

fragt sich der aufgeweckte Leser nun,  und sogleich weiter

"in wie weit haben wir uns denn in den letzten zwei Generationen politisch und gesellschaftlich fortbewegt und weiter entwickelt?"

Aber lassen wir die Detailfragen erst einmal beiseite und akzeptieren wir im stillschweigenden Einverständnis, das unsere Gesellschaft im Ganzen doch nicht still gestanden ist, sondern sich - wenigstens teilweise - weiter bewegt hat. 

Und ignorieren wir für wenige Augenblicke auch, das ausgerechnet die Grundpfeiler des Fortschritts auf der Illusion des ewigen Wachstums basieren. Also unser Wirtschafts-, Banken- und Finanz-System, überhaupt unser ganzes vom Konsum geprägtes Weltbild.  

Und somit die Mitte des Jahrhunderts nicht mehr überleben werden.

Wenn Ressourcenmangel, die Umweltverschmutzung, die Überfischung, der Trinkwasserschwund, der Raubbau, die Überfischung, die Antibiotika resistenten Krankheitserreger und der Klimawandel die Karten für die bis dahin 9 Milliarden Menschen neu mischen. 

 

Klarstellung

Wir sind uns darüber bewusst. Womit ich meine: Wenn ich während dem Zähneputzen das Wasser laufen lasse, bin ich mir aktiv und direkt darüber im klaren, dass über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu frischem Wasser hat.

Worauf ich damit hinaus möchte? 

In meinen Augen macht es schon ziemlich viel aus, so bewusst damit umzugehen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die erste Generation der Menschheit sind, denen das so direkt klar ist. 

Klar - das macht eigentlich keinen Unterschied.

Aber zeugt es nicht Fortschritt? Heißt es nicht, das wir uns weiter bewegen, lernen, verstehen? Zwar ist der Weg zur Rettung der Menschheit noch ein weiter, aber wer weiß wie es in 15 Jahren aussieht, wenn die nächste Generation langsam das Ruder übernimmt?

last time modified: July 21, 2011, 5:37 p.m.

Comments

Onatcer

Onatcer student, amateur photographer, blogger

21/07/2011 · report · direct link · reply

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also wenn ich so an die wohl etwas jüngere generation denke ist dieses bewusstsein für viele probleme nicht vorhanden... wenn ich jetzt an die 16 jãhrige generation und ein paar jahre drunter denke schauts nach mmenmeinen empfinden nicht mehr so rosig aus.... ich denke aber auch hier ist wieder einiges auf das veraltete und reformwürdiges schulsystem zurückzuführen... solche sachen sollte man sowohl von zu hause als auch von der schule vermittelt werden

Asrael

Asrael

21/07/2011 · report · direct link · reply

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Wenn dem so ist, kann ich nur sagen: Schade!

Mach dir aber nichts draus, in dem Alter ist es noch relativ unüblich den eigenen Horizont schon so weit zu haben.

Sowas kommt dann vermutlich mit der Volljährigkeit, bzw bei Männern vlt etwas später (mann braucht ja länger ^^) ..

Onatcer

Onatcer student, amateur photographer, blogger

21/07/2011 · report · direct link · reply

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hmmm ich kann natürlich auch nur für mein umfeld reden

schrecklich wenn ich denke das jugendliche die nicht wissen was in der welt abgeht und die probleme der welt nicht versteht oder gar vllt. nicht wahrnimmt mitbestimmen darf wie es mit unserem land weitergeht


Julia Switak

Julia Switak BA Media Student

25/07/2011 · report · direct link · reply

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Ich muss zustimmen.. Sehe in meinem Umfeld auch viel zu viele Leute die lieber die Augen verschließen und in ihrer kleinen Blase leben, als sich mit der harten Realität auseinanderzusetzen!

Zum nachdenken:

"Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissensch​aftler."

(Kenneth Boulding)

Onatcer

Onatcer student, amateur photographer, blogger

25/07/2011 · report · direct link · reply

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hmm ich glaub Asreal hat einfach ein gutes Umfeld.... Es kommt eben immer auch drauf an auch ich hab Kreise (Circles ;D ) in denen das Bewusstsein für gewisse Probleme stärker ist als in anderen aber leider ist vielen Menschen einfach alles egal....

bei vielen denke ich mir aber auch.... wie sollen die zu solchen Themen kommen.... wenn z.B. sich die Eltern überhaupt nicht für Politik und die Ereignisse in Österreich und der Welt interessieren werden sich deren Kinder höchstwarscheinlich auch nicht dafür interessieren