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Wiener Boutiquen, österreichische Labels. Oder: eine Hommage an den 7. Bezirk

Wo wer wie was wann kaufen oder nur beschauen kann. Oder selbst designen kann.

 

Wien ist keine Modemetropole. Aber in den letzten paar Jahren hat es sich Mühe gegeben, um dem zumindest einen kleinen Schritt näher zu kommen. Labelgründungen, neue Geschäftsideen und vielerlei Veranstaltungen sprossen hervor. Mittlerweile gibt es auch eine Vienna Fashion Week, die zwar nicht mit den Schauen in Paris & Co konkurrieren kann, aber sich immerhin die Mühe macht, qualitative Designermode zu zeigen und ein szenegerechtes Ambiente dazu zu finden. Der Kopf dahinter ist die österreichische Designerin Maria Oberfrank, die unter dem Namen Pitour ihre Kollektionen vertreibt. Sie leitet auch das Combinat im Museumsquartier, quasi die erste Boutique, wenn man von der U3 Richtung Innenhof spaziert. Jedes Monat wird dort ein Gastdesigner (und ein dazupassender Gastkünstler) vorgestellt, der das Combinat dann für einige Wochen gestaltet und im besten Fall die Gastkollektion untermalen soll.

Und da, beim Museumsquartier, fängt es mit den interessanten Boutiquen an. Weg vom Mainstream der Mariahilferstraße und hin zu einem urbanen, alternativen Indie-, aber nicht Öko-Modebewusstsein. Im Bezirk der Grünwähler wimmelt es förmlich von In-Cafés, kleinen versteckten Clubs, Studios und Ateliers. Der 7. Bezirk ist so etwas wie der Covent Garden Wiens. Auch von der Lage her könnte er kaum besser sein: zentral, den Westbahnhof und den Gürtel mitsamt seinen seriösen und weniger seriösen Lokalen um die Ecke, das Museumsquartier vorm Haus, die Mariahilferstraße nebenan (für die, die sich dennoch den Massen hingeben wollen). Und ein gut ausgeglichenes Verhältnis von österreichischen und internationalen Modelabels, die in den zahlreichen Boutiquen vertreten sind.

In der Mondscheingasse etwa, eröffnete vor einiger Zeit das Geschäft useabrand, das eigentlich viel mehr als nur ein Geschäft ist. Die Hetzendorf-Absolventin Anna Rihl gründete zusammen mit Moritz Baier useabrand als neue Möglichkeit, Modedesign jedem zugänglich zu machen. Neben Standardkollektionen hängen in der Zollergasse auch Designerstücke, die prinzipiell jeder hätte entwerfen können. Es funktioniert so, dass man Zeichnungen hochlädt und abstimmen lässt. Die besten Entwürfe werden umgesetzt und verkauft. Dabei verdient der mehr oder weniger anonyme Designer sogar etwas!

Weitere ehemalige und aktuelle Hetzendorf-Studentinnen sind in der Lindengasse zu finden. Gina Drewes hat dort ihr Atelier, Isolde Mayer und Lila John verkaufen neben dem Label meshit dort Accessoires, Taschen, Schlüsselanhänger, etc. Und gar nicht viel weiter weg gibt es die Boutique PARK, die unter Anderem die aktuellen Kollektionen des Wiener Labels fabrics interseason und die der in Japan lebenden österreichischen Designerin Edwina Hörl präsentiert, wobei die lockenderen Namen eher Martin Margiela, Bernhard Willhelm oder Raf Simons sind...

Bohemian Intellectuals, wasteful, youthful, indie, aber eben doch auch öko und konservativ sind zugelassen. Es gibt, wie man sieht, also auch in Wien gute Alternativen zu kommerziellen Modemachereien.

 

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fabrics interseason: spring/summer 2010

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fabrics interseason: spring/summer 2010

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fabrics interseason: spring/summer 2010

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fabrics interseason: spring/summer 2010

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fabrics interseason: spring/summer 2010

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fabrics interseason: spring/summer 2010

last time modified: July 15, 2011, 12:35 p.m.

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